MotoGP: Marc Márquez hat von Siegen noch lange nicht genug

Marc Marquez krönte seine dominante Saison in der Motorrad-WM mit dem frühzeitigen WM-Titel. Der Spanier unterstrich auch 2018 seine Ausnahmestellung. "Ich lebe meinen Traum", sagt Marquez, und dieser Traum scheint noch lange nicht vorüber. Der Sieg am Sonntag im japanischen Motegi machte den bereits siebten WM-Titel vorzeitig perfekt, den fünften in der Königsklasse MotoGP.

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"Es fühlt sich gut an, richtig, richtig gut", sagt er, "ich hatte früh in der Saison den Eindruck, dass es das Jahr werden kann."
Marquez hat längst eine gewisse Routine entwickelt, wenn es um WM-Titel geht. Was mittlerweile fast selbstverständlich wirkt, ist das Ergebnis eines Lebens für den Motorradsport. Mit sieben Jahren zog es ihn in den Motocross-Bereich, als Neunjähriger konzentrierte er sich auf befestigte Straßen.
Nach dominanten Auftritten in den katalanischen Meisterschaften betrat Marquez dann am 13. April 2008 in Estoril die WM-Bühne. Er war damals 15. Und machte sich endgültig auf, die Motorradwelt auf den Kopf zu stellen.

Rekordbücher längst umgeschrieben

Die Rekordbücher hat das Naturtalent längst umgeschrieben. 2009, in seinem erst zweiten Jahr in der WM, beendete er bis heute das letzte Mal eine Saison außerhalb der Top Drei. Das Gefühl, Marquez über eine Saison hinweg zu besiegen, kennen nur wenige Fahrer.
Einer davon war der Zahlinger Stefan Bradl, der 2011 in der Moto2 gegen Marquez triumphierte. Doch der Spanier lernte daraus, dominierte die folgende Saison in der mittleren Klasse und stieg 2013 in die Königsklasse auf - nur 2015 verpasste er seitdem den WM-Triumph.
Fünf Titel in der Königsklasse im Alter von nur 25 Jahren, das ist ein Novum. Die beiden Italiener Giacomo Agostini und Valentino Rossi, die mit acht bzw. sechs Titeln noch vor Marquez liegen, kamen erst deutlich später zu dieser Marke. Agostini war 28, Rossi sogar noch ein Jahr älter. Kaum jemand zweifelt daran, dass Marquez die beiden einholen wird.

Noch lange nicht am Zenit

Zumal Marquez noch immer nicht an seinem Leistungszenit scheint. Eilte ihm noch vor wenigen Jahren der Ruf voraus, schnell, aber auch wild zu sein und zu oft den Verstand auszuschalten, kam er 2018 bislang in jedem Rennen ins Ziel. Marquez hat gelernt, auch mit zweiten Plätzen zufrieden zu sein. Ein Entwicklungsprozess als Kampfansage an die Konkurrenz.
"Wir haben versucht, Konstanz zu finden. Das ist etwas, dass ich von Dovi gelernt habe", sagte Marquez nach seinem Titelgewinn am Sonntag in Japan. Dovi, das ist sein Titelrivale Andrea Dovizioso. In diesem Jahr sorgten dessen drei Stürze früh in der Saison für eine komfortable Führung für Marquez, die dieser immer weiter ausbaute.
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