Moto2 in Sepang: Francesco Bagnaia ist Weltmeister, Luca Marini gewinnt

Nach der Entscheidung in der Moto3-Klasse wurde beim Grand Prix von Malaysia auch in der Moto2-Klasse der neue Weltmeister gekürt. Francesco Bagnaia (Kalex) reichte in Sepang der dritte Platz, denn damit kam er direkt hinter seinem WM-Verfolger Miguel Oliveira ins Ziel. Der KTM-Fahrer jagte das ganze Rennen Luca Marini, doch der Marini blieb cool und feierte seinenen ersten GP-Sieg.

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Marini gewann schließlich nach 18 Runden knapp vor Oliveira. Drei Sekunden dahinter fuhr Bagnaia als neuer Weltmeister ins Ziel. Für Valentino Rossi und seine VR46-Mannschaft war das der größte Tag in der Teamgeschichte. Einerseits gewann zum ersten Mal der Halbbruder von Rossi ein Rennen und zum ersten Mal eroberte VR46 als Team einen WM-Titel.

Immer im Ziel

Nach Franco Morbidelli (im Vorjahr mit Marc-VDS) hat die italienische Nachwuchsschmiede mit Bagnaia zum zweiten Mal hintereinander den Moto2-WM-Titel gestellt. "Mir fehlen die Worte", sagt der Italiener, der im nächsten Jahr mit Pramac-Ducati MotoGP fahren wird. "Wir gewinnen zusammen, verlieren zusammen und werden zusammen Weltmeister. Es ist schwer, das zu beschreiben." Bagnaia kam bisher bei allen Saisonrennen ins Ziel, sammelte immer Punkte und feierte insgesamt acht Rennsiege.
Der zweite Platz reichte für Oliveira in Sepang nicht, um die Titelentscheidung bis zum Saisonfinale hinauszuzögern. 32 Punkte Rückstand hat der Portugiese nach diesem Rennen. Auch er sammelte bei allen Saisonrennen WM-Zähler. "Ich bin stolz auf meine Leistungen dieses Jahr", sagt Oliveira im Moment seiner Niederlage. "Pecco war einfach zu stark. Es war sehr schwer, ihn zu schlagen. Wir waren beide unglaublich konstant. Unser Paket war nicht stark genug, um Pecco zu knacken."

Größter Erfolg für Rossi-Halbbruder

Neben Bagnaia feierte Marini an diesem Tag den bisher größten Erfolg in seiner Karriere. "Es war sehr, sehr hart. Aber wenn man an der Spitze liegt und sich wohl fühlt, dann ist es leichter", sagt der Halbbruder von Rossi. "Das Motorrad war hervorragend und ich konnte mein Tempo gehen und das Rennen kontrollieren. Danke an die ganze Welt. Das war einfach unglaublich."
Auf Platz vier folgte mit Mattia Pasini (Kalex) der nächste Italiener. Fabio Quartararo (Speed Up) schnappte sich in der Schlussphase noch Rang fünf von Lorenzo Baldassarri (Kalex). Pole-Setter Alex Marquez (Kalex) hatte eine schlechte erste Runde und fiel auf Position acht zurück. Der Spanier kam danach nie mehr richtig nach vorne und wurde seiner Rolle als Geheimfavorit nicht gerecht.
Mehr als Platz sieben war für Marquez nicht drin. Australien-Sieger Brad Binder fuhr als zweitbester KTM-Fahrer als Achter ins Ziel.
Marcel Schrötter (Kalex) spielte in diesem Rennen keine Rolle im Spitzenfeld. Nach der ersten Runde kämpfte der Deutsche in einer Gruppe knapp außerhalb der Top 10. Er konnte dann noch einige Positionen gutmachen und kam schließlich als Neunter ins Ziel. Joan Mir (Kalex) komplettierte die Top 10. Mit Platz 14 sammelte der Schweizer Dominique Aegerter (KTM) zwei WM-Punkte. Jesko Raffin (Kalex) ging als 18. leer aus.
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