Horror-Crash von Lorenzo Baldassarri überschattet das Qualifying der Moto2 in Assen

Ein schwerer Sturz von Lorenzo Baldassarri hat das Qualifying der Moto2 zum Großen Preis der Niederlande in Assen überschattet. Der Italiener flog in hohem Bogen von der Strecke, knallte auf den Kopf und wurde anschließend auch noch von seiner Maschine getroffen. Minutenlang wurde er an der Strecke behandelt, ehe er abtransportiert werden konnte. Am Abend meldet er sich via Twitter zu Wort.

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Fotocredit: Eurosport

Als der gelbe Krankenwagen mit Lorenzo Baldassarri an Bord Richtung Zielgerade fuhr, erhoben sich die Fans von ihren Sitzen und spendeten aufmunternden Applaus.
Minuten zuvor war der Italiener den schwierigen Bedingungen auf abtrocknender Strecke in Assen zum Opfer gefallen.
An der gleichen Stelle, an der kurz zuvor Sandro Cortese einen spektakulären Highsider hingelegt hatte, flog auch der 20-Jährige ab, schlug heftig auf dem Kopf auf und wurde zudem noch von seiner Kalex getroffen.
Baldassari verlor zunächst das Bewusstsein und wurde minutenlang an der Strecke behandelt. Die Quali-Session wurde unterbrochen.

Entwarnung bei Baldassarri

Wenig später gab Milena Körner bei Eurosport erste Entwarnung. "Er ist bei Bewusstsein. Er wurde nach seinem Namen gefragt und konnte darauf antworten. Er erkennt die Leute um sich herum", sagte die Teammangerin von Forward Racing:
Er befindet sich jetzt im Medical-Center. Dort wird er richtig untersucht. Danach wird er ins Krankenhaus verlegt. Wir sind im Moment sehr erleichtert."
Ganz ähnlich äußerte sich Valentino Rossi. Die MotoGP-Legende gehört der mit seiner VR46 Academy zu den Entdeckern des schnellen Nachwuchspiloten.
"Carlo aus unserem Team hat mit 'Balda' gesprochen. Er hat eine schwere Gehirnerschütterung davon getragen. Aber sein Körper ist okay, er hat keine Knochenbrüche eritten und kann alles bewegen», sagte Rossi:
Im Krankenhaus in Assen wird sich Baldassarri einer Computertomografie unterziehen. Sie soll Aufschlüsse über die Verletzungen geben.
Noch am Abend postete Baldassarri ein Bild aus dem Krankenhaus, auf dem er trotz Halskrause einen den Umständen entsprechend guten Eindruck macht.

Mehrere heftige Stürze

Ohnehin stand die Quali-Session, bei der sich am Ende Franco Morbidelli mit 1:38.468 Minuten seine vierte Pole in diesem Jahr sicherte, unter keinem guten Stern.
Nach knapp sechs Minuten hat Tetsuta Nagashima als erster Fahrer die Kontrolle über sein Bike verloren. Der Japaner rutschte in der letzten Schikane in den Kies. Ebenfalls zu Boden ging Hafizh Syahrin.
In Turn 13 hebelte es dann Rookie Francesco Bagnaia aus. Bei über 200 km/h knallte er mit dem Kopf voraus auf den Asphalt, blieb aber glücklicherweise unverletzt.

Cortese im Glück

Auch Cortese hatte Glück im Unglück. Motorrad und Renn-Kombi waren zwar sichtlich beschädigt, der Deutsche aber trug keine weiteren Verletzungen davon.
"Ich bin froh, dass Sandro aufgestanden ist, das war ein Horrorcrash", sagte Dynavolt-Intact-Teammanager Jürgen Lingg bei Eurosport: "An dieser Stelle ist man sehr schnell. Dass er gleich aufgestanden ist, ist ein gutes Zeichen."
Baldassarri hatte leider weniger Glück.
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