Der Grand Prix wurde als Trockenrennen deklariert, doch dunkle Wolken kündigten bereits Regen an. Trotzdem begannen alle Fahrer mit Slicks in der weichsten Mischung. Miller zog gleich am Start an beiden Yamahas vorbei und sicherte sich den Holeshot. Maverick Viñales und Quartararo folgten auf den Plätzen zwei und drei.
Dahinter reihten sich mit Marc Márquez, Pol Espargaró und Takaaki Nakagami drei Hondas ein. Nach einem Wackler aus Kurve 10 fiel Espargaró jedoch zurück. Nur wenige Momente später fuhr Franco Morbidelli in Kurve 11 geradeaus und stürzte.
In Runde zwei übernahm Viñales erstmals die Führung von Miller. Quartararo hielt Platz drei, hinter ihm klaffte bereits eine Lücke von mehr als einer Sekunde. Nakagami führte die Verfolgergruppe an, wurde jedoch bald von Alex Rins attackiert, der sich in einer starken Anfangsphase bis auf Rang vier vorgekämpft hatte.
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GP Le Mans: Regen setzt früh ein

Nach drei gefahrenen Runden kam der Regen. Die Streckenposten schwenkten weiße Flaggen: Die Fahrer durften ab sofort in die Box, um auf ihre Zweitbikes mit Regenreifen zu wechseln. Doch zunächst blieben alle draußen. An der Spitze entbrannte ein Dreikampf zwischen Miller, Quartararo und Viñales, der auf Platz fünf zurückfiel.
Während sich Miller und Quartararo vorne weiter duellierten, stellten Márquez und Rins den Anschluss wieder her. Doch der Regen wurde stärker. Miller ritt als Erster der Führungsgruppe ins Kiesbett aus. Ein klares Zeichen dafür, dass es Zeit für Regenreifen war. Nach fünf Runden bogen alle für den Wechsel an die Box ab.
Zurück auf der Strecke lag Márquez in Führung - mit Quartararo im Schlepptau. Rins stürzte kurz nach Verlassen der Boxengasse. Noch auf Slicks war zuvor bereits Teamkollege Joan Mir zu Boden gegangen. Für Suzuki war das Rennen damit früh gelaufen.
Auch für das Ducati-Duo lief nicht alles rund: Wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse erhielten Miller und Bagnaia eine doppelte Long Lap Penalty. An der Spitze schien Marc Márquez indes davonzufahren, doch dann flog der Spanier in Kurve 14 ab. Zwar nahm er das Rennen wieder auf, lag aber nur an 18. Position.

GP Le Mans: Márquez nach zweiten Sturz raus

Quartararo erbte die Führung vor Miller, der sich trotz seiner Strafe auf Platz zwei hielt und in Runde 12 sogar an Quartararo vorbeiging. Der Franzose musste nun seinerseits eine Long Lap Penalty absitzen. Der Grund: Er war beim Bikewechsel aus Versehen an Viñales' Box gefahren und nicht seine eigene.
Zur Rennhälfte führte Miller das Rennen mit einem Vorsprung von mehr als vier Sekunden an. Quartararo hatte wiederum 13 Sekunden Vorsprung auf Nakagami. Dem Japaner hing jedoch Zarco am Hinterrad, der seine Ducati-Power auf der Geraden nutzte, um Nakagami hinter sich zu lassen. Somit lag Zarco auf Podestkurs.
Gut unterwegs war auch Álex Márquez, der bei noch zehn zu fahrenden Runden auf Platz fünf rangierte. Ihm Vorjahr fuhr der Spanier bei ähnlichen Bedingungen sensationell aufs Podest und auch diesmal schlug er sich wacker.
Bruder Marc Márquez lag nach seinem Sturz unterdessen schon wieder auf Platz elf. Er profitierte auch von einigen Ausfällen vor ihm: Miguel Oliveira stürzte; die beiden Aprilia-Piloten Lorenzo Savadori und Aleix Espargaró mussten mit technischen Problemen vorzeitig aufgeben. Nach 17 Runden war das Rennen dann aber auch für Marc Marquez vorbei: Er stürzte erneut, diesmal in Kurve 6, und konnte nicht weiterfahren.

GP Le Mans: Miller hält Zarco auf Distanz

In der Schlussphase trocknete die Strecke immer weiter ab. Nach dem Regenschauer zu Beginn schien sogar die Sonne. Zarco fuhr die schnellsten Zeiten. Er hatte anders als Miller und Quartararo vor ihm sowohl vorne als auch hinten den Medium-Rreifen montiert, der zu diesem späten Zeitpunkt im Rennen besser performte.
Zarco nutzte diesen Vorteil und überholte Quartararo bei noch sechs Runden auf der Uhr. Millers Vorsprung an der Spitze lag bei sechs Sekunden. Dieses Polster reichte, um den Sieg sicher ins Ziel zu bringen. Am Ende trennten Miller und Zarco immer noch knapp vier Sekunden. Quartararo fehlten zehn Sekunden auf Zarco.
Bagnaia zeigte nach dem Wechsel auf Regenreifen eine starke Aufholjagd und setzte sich auf den Schlussrunden gegen Danilo Petrucci und Álex Márquez durch, um Platz vier zu erobern. Petrucci, Vorjahressieger in Le Mans, und Márquez feierten als Fünfter und Sechster ihr mit Abstand bestes Ergebnis in dieser Saison.
Nakagami konnte im letzten Renndrittel nicht mehr mithalten und fiel auf Platz sieben zurück. Pol Espargaró reihte sich als dritte Honda an achter Stelle ein. Iker Lecuona fuhr mit seiner -KTM zum ersten Mal in dieser Saison als Neunter in die Top 10.
Viñales luchste Valentino Rossi den zehnten Platz zum Schluss noch ab. Der "Doctor" wurde somit Elfter, gefolgt von seinem Halbbruder Luca Marini sowie Brad Binder, Enea Bastianini und Tito Rabat, die sich die letzten Punkteränge sicherten. Morbidelli fuhr nach seinem Sturz weiter, hatte als Letzter aber vier Runden Rückstand.

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