Für Márquez, der nach einem Oberarmbruch dreimal operiert werden musste, hatte beim dritten WM-Lauf das Durchfahren im Vordergrund gestanden. "Ich habe keinen konkreten Plan", sagte Márquez vor dem Start am Mikrofon von "ServusTV" und fügte an: "Es ist wichtig, gut reinzukommen und zu schauen, wie der Arm funktioniert."
Vom sechsten Startplatz schob sich Márquez in der ersten Runde auf Rang drei vor, fiel aber 265 Tage nach seinem letzten Rennen schnell ins Mittelfeld zurück. Der 28-Jährige biss auf die Zähne, behielt die Kontrolle über sein Motorrad - und profitierte von den Stürzen mehrerer Kontrahenten.
Nach dem Rennen kamen Marquez die Tränen. "Es waren viele Emotionen dabei, bei der Ankunft in der Box bin ich dann explodiert", sagte der achtmalige Weltmeister, "es musste raus. Das Rennen hat keinen Spaß gemacht, ich habe sehr gelitten, aber es war bislang der wichtigste Schritt während meiner Genesung."
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Fabio Quartararo, der seinen zweiten Saisonerfolg feierte, übernahm damit auch die WM-Führung von seinem Landsmann und Markenkollegen Johann Zarco (Aus nach Sturz). Zweiter wurde der Italiener Francesco Bagnaia auf Ducati, Weltmeister Joan Mir (Spanien/Suzuki) komplettierte das Podium. Italiens Motorradikone Valentino Rossi (42) stürzte zehn Runden vor Rennende mit seiner Yamaha und schied aus.
Die schwere Verletzung hatte sich Márquez im Vorjahr beim Saisonauftakt in Jerez/Spanien zugezogen und alle restlichen Rennen des Jahres verpasst. Die beiden ersten Läufe der aktuellen Saison ließ er noch aus und wurde von Honda-Testfahrer Stefan Bradl ersetzt.

Moto2: Schrötter fährt von Platz 19 in die Punkteränge

In der Moto2 holte Marcel Schrötter als guter Zehnter wie schon beim Saisonauftakt in Katar (8.) WM-Punkte. Der Kalex-Pilot war von Rang 19 ins Rennen gegangen. Rookie Raul Fernandez feierte seinen ersten Sieg, der Spanier gewann vor seinem Landsmann Aron Canet und dem Australier Remy Gardner.
"Ein einstelliges Ergebnis wäre schön gewesen, aber für mehr waren wir heute nicht schnell genug", sagte Schrötter: "Ich habe früh gemerkt, dass ich nicht wirklich die Chance haben würde, merklich schneller zu fahren."
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(SID)

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