Für Punkte reichte es bei Stefan Bradl am Sonntag nicht. Ein passables Comeback-Rennen lieferte der Honda-Ersatzfahrer trotz des 18. und damit letzten Ranges aber dennoch ab. Ohnehin stand für Bradl bei seinem insgesamt 96. Auftritt in der MotoGP nicht die Platzierung im Vordergrund - bei seiner Rückkehr in der Königsklasse musste er sich dem schweren Motorrad zunächst wieder annähern.

Schon vor dem Rennen in Brünn beim Großen Preis von Tschechien hatte der Vertreter von Weltmeister Marc Marquez die Erwartungen gedämpft. "Durch die globale Pandemie konnten wir nicht wie gewohnt testen", sagte Bradl: "Deshalb werde ich Zeit benötigen, um mich wieder an das Motorrad und die MotoGP zu gewöhnen." Über das Wochenende wurde sein Gefährt immer wieder angepasst, eine komplizierte Angelegenheit für Bradl.

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Erster Sieg eines Südafrikaners

Von Platz 20 ging es für den Moto2-Weltmeister von 2011 auf die Strecke. Den Start erwischte er gut, auf Anhieb machte er einige Plätze gut. Seine Erfahrung als Ersatzfahrer wird ihm geholfen haben. Schon 2019 trat der 30-Jährige in vier Rennen für Honda an, fuhr jedes Mal in die Punkte und erreichte zwei Top-Ten-Platzierungen. In Brünn war ihm im Laufe des Rennens das fehlende Training aber irgendwann anzumerken - keiner kam nach ihm ins Ziel, drei von 21 Fahrern waren frühzeitig ausgeschieden.

Den vierten WM-Lauf gewann MotoGP-Neuling Brad Binder (24). Ein historischer Sieg, denn es war der erste eines Südafrikaners in der Klasse und der erste für Konstrukteur KTM. Hinter ihm kamen Franco Morbidelli (Italien/Yamaha) und Johann Zarco (Frankreich/Ducati) ins Ziel.

Wie lange Bradl Marquez bei Honda ersetzen wird, hängt vom Heilungsverlauf beim Spanier ab. Dieser hatte sich im beim ersten Saisonrennen im spanischen Jerez bei einem Sturz den rechten Oberarm gebrochen. Sollte Marquez länger ausfallen, wird Bradl seinen Teamkollegen auch in den kommenden Rennen in Spielberg (Österreich/16. und 23. August) vertreten.

Schrötter gehandicapt

Ebenfalls mit einer Arm-Verletzung kämpft zurzeit Marcel Schrötter in der Moto2. In Brünn sicherte sich der angeschlagene 27-Jährige aus Vilgertshofen mit Platz 15 aber immerhin einen Punkt für die Gesamtwertung. Auch ihm war der Start zunächst gut gelungen, die Schmerzen nach seinem Sturz beim ersten Rennen in Jerez scheinen aber noch zu groß um wettbewerbsfähig zu sein.

In der Moto3 gewann der Italiener Dennis Foggia (Honda) vor dem Gesamtführenden Albert Arenas (Spanien/KTM) und dem Japaner Ai Ogura (Honda).

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("SID")

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