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MotoGP: Jorge Lorenzo und Marc Marquez kümmern sich nicht um Buhrufe nach Valentino Rossis Ausfall

VonMotorsport-Total.com

Publiziert 23/05/2016 um 17:15 GMT+2 Uhr

Die italienischen Fans waren nach dem Ausfall von Valentino Rossi beim MotoGP-Rennen in Mugello, Italien, am zurückliegenden Sonntag nicht erfreut über den spanischen Doppelerfolg von Jorge Lorenzo und Marc Marquez. Und ihrem Unmut ließen die Zuschauer freien Lauf: Es hagelte sogar Buhrufe gegen die beiden Top-Platzierten.

Marc Marquez (Honda HRC), Jorge Lorenzo (Yamaha Factory), Andrea Iannone (Ducati Team) - GP of Italy 2016

Fotocredit: AFP

In Mugello wurde es nach Runde 8 im MotoGP-Rennen seltsam still. Hätten die Rennbikes keinen Sound erzeugt, man hätte glauben können, eine Staatstrauer wäre ausgerufen worden, so leise war es plötzlich an der Rennstrecke. Denn der große Favorit auf den Sieg, der Lokalmatador und Publikumsliebling Valentino Rossi, rollte mit seiner Yamaha M1 vor tausenden enttäuschten Fans aus. Der Traum vom Heimsieg ging in weißem Rauch auf. Die Führung behielt währenddessen Jorge Lorenzo gefolgt von Marc Marquez. Die beiden sind im Rossi-Revier die erklärten Feinde - sogar Bodyguards wurden ihnen am Wochenende zur Seite gestellt.
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Rossi: "Eine besondere Pole Position"

Die Rossi-Theorie

Nach dem Rennen war es daher kaum verwunderlich, dass die Fans nicht gerade euphorisch mit den beiden WM-Kontrahenten von Rossi mitfeierten. Viele Buhrufe waren zu hören. Auch für die Sportler selbst nicht überhörbar auf dem Podium. Zuvor hatte Rossi selbst noch Respekt der Fans für alle Piloten gefordert. Doch in Italien ging mit den zerknirschten Fans die Leidenschaft durch.
Lorenzo selbst, der sich dennoch über seinen Sieg gefreut hat, macht sich wenig aus dem Gegenwind:
Ich kümmere mich nicht um die Reaktion der Fans. Die Fans zeigen diese Reaktion nur, weil Rossi diese Theorie im Vorjahr aufgestellt hat - und das glauben sie.
Mit der Rossi-Theorie spricht er das WM-Finale im Vorjahr in Valencia an. Dort musste Lorenzo unbedingt gewinnen, Marquez hatte keine Chance mehr auf den Titel. Laut Rossi, der aufgrund einer Strafversetzung vom letzten Startplatz ins Rennen ging - und am Ende noch Vierter wurde - haben sich die beiden Spanier gegen ihn verschworen.

Lorenzo lässt sich nicht irritieren

Marquez hätte zwar schneller gekonnt, griff Lorenzo jedoch nicht an. Dieser feierte somit nicht nur einen weiteren Sieg, sondern auch den Titel in der Weltmeisterschaft. Lorenzo weiß ganz genau um seinen Status in Italien:
Wir sind eben seine Feinde. Es gibt aber jedes Jahr die gleichen Reaktionen. Ich versuche, hier einfach nur ein gutes Rennen zu fahren.
Lorenzo wird im kommenden Jahr selbst auf einem italienischen Bike sitzen - er hat bei Ducati unterschrieben. Ob die Reaktion der Italiener dann anders sein wird? "Ich habe gespürt, dass die Ducati-Fans sehr glücklich damit sind, dass ich unterschrieben habe. Vor allem in den sozialen Netzwerken bekomme ich viel Unterstützung. Aber natürlich wird es auch im kommenden Jahr gelb sein an der Strecke. Wir werden wahrscheinlich wieder gleich behandelt werden", glaubt er. Trotzdem lässt er sich davon nicht irritieren:
Wir bleiben trotzdem fokussiert. Wir bleiben unserem Weg treu.
Auch Marquez hat sich nach dem Rennen zu den Fanreaktionen geäußert:
Die Fans haben keine tolle Reaktion gezeigt, daher habe ich auf dem Podium auch nicht ausgelassen gefeiert. Ja, der gesamte Kurs war heute gelb, aber ich denke, alle haben die letzten Runden und die Show genossen.
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