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MotoGP: Jorge Lorenzo hat nach seinem Wechsel zu Ducati noch Schwierigkeiten beim Test in Sepang
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Publiziert 01/02/2017 um 12:55 GMT+1 Uhr
Jorge Lorenzo ortet am zweiten Sepang-Tag Fortschritte, ist aber noch vom Limit der Ducati entfernt - Casey Stoner bewertet die Umstellung: "Er braucht Zeit"
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Fotocredit: Eurosport
"Gestern war es ein Schock, dass es für mich schwierig war, am ersten Tag konkurrenzfähig zu sein", gibt Jorge Lorenzo nach dem zweiten MotoGP-Wintertesttag in Malaysia zu. Trotz Regen am Vormittag lief es für den Ducati-Neuling am Dienstag deutlich besser.
Der Spanier umrundete den Sepang International Circuit 66 Mal und legte damit von allen anwesenden Fahrern die meisten Kilometer zurück. "Es ist eine Frage der Zeit, das Motorrad fühlt sich für mich jetzt natürlicher an. Ich kann mehr pushen und bin schneller."
Die Fortschritte wurden auch auf der Stoppuhr ersichtlich. Lorenzo fuhr um rund 0,9 Sekunden schneller als am Vortag. Schritt für Schritt tastet er sich heran. Er arbeitete vor allem an der Bremsphase und am Kurveneingang, wo er bisher auf seine Teamkollegen viele Meter verlor.
"Ich konnte später und härter bremsen. Das ist ein großer Fortschritt", bestätigt der dreifache MotoGP-Champion und fügt hinzu:
In der Ducati-Box beobachtete Casey Stoner, der am Montag die Messlatte für alle war, die Geschehnisse. Wie und ob kann der Edeltestfahrer eigentlich Lorenzo helfen? "Ich weiß nicht, ob ich ihm viel helfen kann", antwortet Stoner auf diese Frage. "Er ist lange für einen Hersteller gefahren, nur Dani (Pedrosa; Anm. d. Red) fährt noch länger für eine Marke. Es dauert also, bis er sich umgestellt hat. Die Yamaha und Ducati sind in vielen Bereichen komplett konträr - bei der Power, der Motorcharakteristik und so weiter."
Mit neuen Reifen noch nicht am Limit
Teammanager Paolo Ciabatti will die derzeitigen Testergebnisse deshalb nicht überbewerten: "Wichtig ist, wer in Katar schnell ist." Lorenzo und Andrea Dovizioso hatten am Dienstag eine Sekunde Rückstand auf Andrea Iannone, aber der neue Suzuki-Fahrer fuhr seine Bestzeit zum Schluss mit einem weichen Hinterreifen. Lorenzo sieht diesbezüglich noch viel Luft nach oben:
Deswegen meint Stoner: "Es wird Zeit brauchen. Aber wenn ich mit ihm spreche, dann ist er guten Mutes und geht es Schritt für Schritt an. Deshalb mache ich mir zu diesem Zeitpunkt keine großen Sorgen." Lorenzo arbeitete am Dienstag mit dem konventionelleren 2017er-Motorrad, während Dovizioso Vergleichstests mit einer neuen Evolution, die unter anderem die mysteriöse schwarze Box am Heck trägt, absolvierte. Auch Testfahrer Michele Pirro verglich Chassis, Dämpfer und Aerodynamik.
Und wo ist die neue Ducati besser?
Stoner fuhr die neue Evo-Version bereits und erklärt: "Ich würde sagen, dass es jenem Chassis sehr ähnlich ist, das Mitte vergangenen Jahres gekommen ist. Ich fand am Kurvenausgang einige Verbesserungen, es liegt mir besser. Wir haben aber noch nicht viele Vergleiche mit dem Vorjahresmotorrad und dem diesjährigen gemacht. Wir arbeiten uns nach vorne, statt zurückzublicken. Viel Negatives habe ich nicht gefunden, außer dass wir versuchen, die Auswirkungen des Wingletverbots zu minimieren."
"Aber es gibt auch andere Bereiche, wo wir uns noch etwas mehr verbessern können", äußert Stoner Potenzial, ohne näher ins Detail zu gehen. Eine große Frage ist, wie stark Lorenzo seinen Fahrstil auf die Desmosedici umstellen muss. Bei Yamaha war er bekannt für seinen hohen Kurvenspeed.
"In langsamen Kurven muss man ganz anders fahren", stellt er einen Vergleich an. "Schnelle Kurven sind auch etwas anders, aber man kann einen hohen Kurvenspeed fahren." Neben dem neuen Motorrad muss sich Lorenzo auch in seiner neuen Umgebung zurechtfinden. Vor allem die Kommunikation mit Crew-Chief Cristian Gabbarini muss sich einspielen.
Stoner kennt ihn bestens, denn gemeinsam gewannen sie zwei WM-Titel. "Ich bin mir sicher, dass Cristian mit jedem arbeiten kann. Und auch Jorge hat schon mit vielen verschiedenen Leuten, Herstellern und Teams gewonnen. Also habe ich keine Zweifel, dass sie ihren Weg der Zusammenarbeit und Kommunikation finden werden", ist der Australier überzeugt.
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