"Ja, es fühlt sich sehr gut an", kommentierte Pole-Setter Quartararo. "Ich würde sagen, dass ich etwas am Limit war. In den Kurven 6 und 13 habe ich gedacht, dass ich stürzen würde. Schließlich hat es für die Poleposition gereicht. Die erste Startreihe war das Ziel. Jetzt werden wir sehen, was wir morgen erreichen können."
"Ich fühle mich großartig", bemerkte Morbidelli. "Es war ein kniffliger Tag. Vor FT4 haben wir erfahren, dass wir in Q1 fahren müssen. Es war hektisch, weil wir nicht die Reifen parat hatten. Deshalb musste ich in Q1 zunächst mit dem Medium-Hinterreifen fahren. Am Ende war es ein gutes Qualifying."
Startplatz drei war für Ducati-Pilot Miller ein kleiner Befreiungsschlag. "Es ist toll, wieder in der ersten Startreihe zu stehen. Die vergangenen Wochen waren nicht einfach", gestand der Australier. "Wir wollten anders an dieses Wochenende herangehen. Wir haben die Strategie geändert."
Motorrad
MotoGP: Marquez erhält nach schwerem Sturz grünes Licht
01/05/2021 AM 10:37
"In den Freien Trainings habe ich mich vor allem auf die Rennpace konzentriert", verriet Miller. "Morgen müssen wir den nächsten Schritt machen." In den vergangenen drei Rennen kam der Ducati-Pilot nicht über zwei neunte Plätze hinaus. In Jerez möchte Miller Boden gutmachen.

MotoGP: Rossi scheitert klar in Q1

Pünktlich um 14:10 Uhr gingen im Q1 die 13 Fahrer auf die Strecke, die im FT3 am Samstagvormittag nicht in den Top 10 lagen. Auch mit dabei war Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha), der sich im FT3 eigentlich auf Q2-Kurs befand. Da Morbidelli die Streckenlimits überschritten hatte, wurde im Nachhinein die schnellste Runde gestrichen. Jack Miller (Ducati) profitierte von Morbidellis Strafe und war direkt für das Q2 qualifiziert.
Neben Franco Morbidelli waren mit Marc Márquez (Honda), Valentino Rossi (Petronas-Yamaha), Pol Espargaró (Honda), Miguel Oliveira (KTM) und Brad Binder (KTM) einige hochkarätige Fahrer vertreten, die um einen der beiden begehrten Plätze für den Sprung ins Q2 kämpften.
Nach dem ersten Schlagabtausch im Q1 befanden sich Brad Binder und Franco Morbidelli auf Q2-Kurs. Binder lag mit seiner 1:37.350er-Runde nur 0,039 Sekunden vor Morbidelli, der beim ersten Versuch mit dem Medium-Reifen unterwegs war. Marc Márquez lag auf der dritten Position, 0,100 Sekunden hinter Morbidelli. Und auch Pol Espargaró lag in Schlagdistanz zur Bestzeit.
Marc Márquez startete mit einem Save in Kurve 1 in den zweiten Versuch und musste seine Runde abbrechen. Franco Morbidelli verwendete für seinen zweiten Versuch einen weichen Hinterreifen und stellte damit in 1:36.916 Minuten die klare Q1-Bestzeit auf.
Petronas-Teamkollege Valentino Rossi fuhr hinter Morbidelli seine persönlich beste Runde. Diese war aber 0,999 Sekunden langsamer als Morbidellis Zeit. Vom Aufstieg ins Q2 war Rossi weit entfernt. Den Spanien-Grand-Prix am Sonntag wird Rossi von Startplatz 17 aus in Angriff nehmen.

Valentino Rossi - Jerez - 2021

Fotocredit: Getty Images

MotoGP: Auch Márquez scheitert früh

Und auch für Marc Márquez verlief das Qualifying enttäuschend. Der Ex-Champion kam im Q1 nicht über die viertbeste Zeit hinaus und steht somit nur auf Startplatz 14. Honda-Teamkollege Pol Espargaró scheiterte ebenfalls am Aufstieg ins Q2 und wurde im Q1 auf Position drei gewertet.
Das erfolgsverwöhnte Repsol-Honda-Team hatte also bereits nach dem Q1 Feierabend. Besser lief es für KTM-Werkspilot Brad Binder, der neben Franco Morbidelli den Aufstieg ins Q2 meisterte.
Zu Beginn des Q2 gab Yamaha-Werkspilot Fabio Quartararo mit einer 1:36.807er-Runde das Tempo vor. Ex-Teamkollege Franco Morbidelli war nur 0,005 Sekunden langsamer und lag auf Position zwei. Honda-Pilot Takaaki Nakagami hatte bereits zwei Zehntelsekunden Rückstand und war Dritter. Gaststarter Stefan Bradl lag mit seiner Honda auf Position elf.
In den finalen drei Minuten notierten beinahe alle Fahrer persönliche Sektor-Bestzeiten. Fabio Quartararo befand sich auf Kurs, seine eigene Bestzeit zu unterbieten. Der Franzose drückte die Bestzeit auf 1:36.755 Minuten. Keiner der anderen elf Fahrer konnte mithalten. Quartararo stellte auf seiner Paradestrecke in Andalusien die Poleposition sicher.
Franco Morbidelli konnte sich beim zweiten Versuch nicht verbessern. Beim finalen Versuch konnte Morbidelli mit einem spektakulären Save in letzter Sekunde einen Sturz verhindern. Der Italiener behauptete sich dank seiner Zeit von ersten Versuch auf der zweiten Position.
Jack Miller profitierte von Ducati-Teamkollege Francesco Bagnaia und ließ sich vom Italiener zur drittbesten Zeit ziehen. Miller hatte 0,105 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Somit stehen zwei Yamahas und eine Ducati in Reihe eins.

Marc Marquez in Jerez

Fotocredit: Getty Images

MotoGP: Bradl auf Startplatz zwölf

Francesco Bagnaia scheiterte um eine Zehntelsekunde an der ersten Startreihe und steht am Sonntag auf Startplatz vier. Der Ducati-Werkspilot teilt sich die zweite Reihe mit Takaaki Nakagami (LCR-Honda) und Johann Zarco (Pramac-Ducati).
Yamaha-Werkspilot Maverick Viñales zeigte ein enttäuschendes Qualifying. Der Spanier führt die dritte Startreihe an. Diese wird von Aprilia-Pilot Aleix Espargaró und Suzuki-Pilot Ales Rins komplettiert. Weltmeister Joan Mir (Suzuki), Brad Binder (KTM) und Stefan Bradl (Honda) bilden die vierte Startreihe.
Bradl fuhr im Q2 eine 1:37.502er-Runde. Damit war der Zahlinger nur 0,747 Sekunden langsamer als Quartararo auf seiner Pole-Runde.
Das MotoGP-Rennen in Jerez wird am Sonntag um 14:00 Uhr gestartet.

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