Im Gespräch mit 'BT Sport' blickt Rossi auf seine Anfänge in der Königsklasse zurück. Von 2000 bis 2005 fuhr Rossi bei den 500ern und später in der MotoGP gegen den Brasilianer Alex Barros, von dem er sich einige Techniken abschaute. "Alex Barros ist einer der Fahrer, von denen ich etwas lernen konnte. Ich lernte von ihm, wie man richtig bremst und in die Kurven einbiegt. Er war richtig schnell", so Rossi.
"Colin Edwards war auch neben der Strecke immer sehr lustig. Ich hatte immer eine gute Zeit mit Colin", erinnert sich Rossi, der von 2005 bis 2007 mit Edwards das Yamaha-Werksteam bildete. In dieser Zeit holte Rossi Siege in Serie, während Edwards die klare Nummer zwei im Team war.
Mit Edwards verstand sich Rossi auch privat. Es ist kein Geheimnis, dass die Partys damals wilder waren als in der heutigen Zeit.
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Rossi erinnert sich an einen weiteren Protagonisten, der auch abseits der Rennstrecke ordentlich Gas gab: "Ich war mit Anthony Gobert in Rio auf einer Party. Das war schwierig (lacht; Anm. d. Red.). Es war richtig schwierig, aber sehr lustig. Es war schwierig, in seinem Windschatten zu bleiben, doch er war ein guter Kerl", blickt Rossi auf wilde Partynächte mit dem Australier zurück.

Casey Stoner hatte laut Valentino Rossi das meiste Talent

Mit den Jahren wurde die MotoGP immer professioneller und jeder Schritt der Fahrer wurde bewacht. Wilde Partynächte gehören nicht mehr zum Leben der MotoGP-Piloten. Von 2006 an machte ein Australier Rossi das Leben schwer. Casey Stoner gewann 2007 die Meisterschaft und wurde zu Rossis größtem Rivalen.
"Er war einer der talentiertesten Fahrer", bestätigt Rossi. "Gleichzeitig war er einer der Fahrer, die am schwierigsten zu besiegen waren. Vom reinen Talent war er unbesiegbar." Als Stoner Ende 2012 zurücktrat, übernahm Marc Marquez den Platz im Honda-Werksteam.

Keine guten Erinnerungen an Marc Marquez

Zu Beginn sah es so aus, als würden Rossi und Marquez sehr gut harmonieren, doch mit der Zeit änderte sich das. "Marquez ist ein großartiger Rivale. Er ist sehr schnell, einer der Besten. Aber ich fühle mich nicht wohl, wenn ich gegen ihn kämpfe", kommentiert Rossi, der Marquez nach wie vor nicht verzeiht, was 2015 passiert ist. "Es sind weitere 20 oder 30 Jahre notwendig", so Rossi.
Wenn die Startnummer 46 am Ende der Saison die MotoGP-Bühne verlässt, dann bleiben neben vielen Erinnerungen auch noch die Fahrer übrig, die Rossi in die MotoGP gebracht hat. Aktuell fahren mit Franco Morbidelli, Francesco Bagnaia und Luca Marini drei Fahrer aus Rossis VR46-Akademie in der Königsklasse. Es wird erwartet, dass Marco Bezzecchi 2022 den Aufstieg meistert.
"Das macht mich sehr stolz. Am Ende der Saison, wenn ich meine Karriere beende, bleibt ein Teil von mir übrig", freut sich Rossi und lobt die Professionalität seiner Schützlinge: "Sie sind richtige Athleten, wenn man ihren Tagesablauf anschaut, was sie essen, wie sie schlafen und so weiter. Auf dem Motorrad sind sie mittlerweile besser als ich."
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Marc Marquez (r.) und Valentino Rossi (l.)

Fotocredit: Getty Images

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