Eric Frenzel exklusiv: Olympiasieger fordert mehr Investitionen in kleinere Verbände für olympische Zukunft

Nach einem turbulenten Olympia-Winter will Eric Frenzel in der anstehenden Saison wieder vorne angreifen. Doch abseits der Vorbereitung und etwaiger Ziele für den Weltcup und die Weltmeisterschaft in Planica beschäftigt den dreimaligen Olympiasieger auch die Zukunft seiner Sportart. Frenzel plädiert im Eurosport-Interview für breitere Investitionen, um kleinen Nationen unter die Arme zu greifen.

Frenzel exklusiv: Planica soll zum "kleinen Wintermärchen" werden

Quelle: Eurosport

Die Olympischen Winterspiele von Peking gestalteten sich für Eric Frenzel wenig erfreulich. Aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus musste der fünfmalige Gesamtweltcupsieger elf Tage in der Isolation verharren und verpasste dadurch auch seinen Einsatz im Einzel.
Im Team-Wettkampf konnte der Superstar der Nordischen Kombinierer hingegen an den Start gehen und lief gemeinsam mit Julian Schmid, Manuel Faißt und Vinzenz Geiger zu Olympia-Silber.
Rund neun Monate später werden die Karten neu gemischt. Am 24. November fällt im finnischen Ruka der Startschuss für die neue Saison. Dort liegt Frenzels Fokus bereits auf dem nächsten Großereignis - die Nordische Ski-WM in Planica.
"Natürlich steht die WM ganz oben auf der Liste", erklärte Frenzel im exklusiven Interview mit Eurosport. "Planica ist im Wintersport eine Traditionshochburg. Dort eine Weltmeisterschaft erleben zu können, wird richtig cool. Gerade weil die letzten Großereignisse davon geprägt waren, dass wir diese besonderen Momente nicht mit Freunden, Familien oder den begeisterten Fans erleben konnten", führte er weiter aus und wünschte sich "ein kleines Wintermärchen".

Frenzel fordert breitere Investitionen

Die jüngste Entscheidung des internationalen Olympischen Komitees, die Nordische Kombination der Damen nicht zu den Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo zuzulassen, rückte den Fokus zuletzt auf die Zukunft der gesamten Sportart. Für eine Aufnahme ins Programm 2030 wolle das IOC eine "deutliche Entwicklung" sehen. Insgesamt würde die Sportart in zu wenigen Nationen betrieben.
Bemängelt wurde unter anderem, dass die insgesamt 27 Medaillen bei den letzten drei Winterspielen in der Nordischen Kombination der Herren nur an Sportler aus vier Nationen gingen. Für Frenzel ist die Situationen klar. Den kleinen Nationen, die nur mit wenigen Athleten an den Start gehen können, muss unter die Arme gegriffen werden - vor allem finanziell.
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Eric Frenzel

Fotocredit: Getty Images

"Die Sportart an sich ist interessant genug", erläuterte Frenzel. "Ich glaube, dass wir großartige Wettkämpfe und spannende Fights bieten. Da fehlt es uns grundsätzlich an nichts." Vielmehr gehe es darum, neue Nationen auf ihrem Weg nach oben zu unterstützen.
"Die Investitionsgrundlage ist bei ihnen nicht so vorhanden wie beispielsweise in Norwegen, Österreich oder bei uns. Wenn die Sportler anderer Nationen dieselben finanziellen Voraussetzungen hätten, dann wäre da wesentlich mehr Diversität drin", führte der 33-Jährige weiter aus.
Demnach müsse in der Nordischen Kombination nicht das Rad neu erfunden werden: "In den Punkten Equipment, Manpower und Technik müssen diese Nationen einfach weiter aufgebaut werden."
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"Sehr schade": Frenzel hofft auf Olympia-Verbleib der Kombination

Quelle: SID

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