Olympia 2026 - Vinzenz Geiger geht im Gundersen-Wettbewerb die Luft aus: In Topform "war ich definitiv nicht"

Vinzenz Geiger hat die Verteidigung seines Olympia-Golds im Gundersen-Event klar verpasst. Der Deutsche setzte sich zunächst in der Spitzengruppe fest, verlor aber in der letzten Runde sehr viel Zeit auf den Sieger Jens Luraas Oftebro und kam als zehnter ins Ziel. Vor den Augen von IOC-Chefin Kirsty Coventry kämpft die Sportart, bei der nur der Männer-Wettbewerb olympisch ist ums Überleben.

Packender Kampf um Kombinations-Gold - Geiger muss abreißen lassen

Quelle: Eurosport

Vinzenz Geiger besaß wenige Minuten nach seinem bösen Einbruch immerhin die Kraft zum innigen Zwiegespräch mit IOC-Chefin Kirsty Coventry.
"Sie hat total geschwärmt von unserem Rennen, fand es sehr aufregend. Wir haben heute Werbung für die Kombination gemacht", sagte Geiger.
Für die vom Olympia-Aus bedrohte Sportart war es ein guter Tag. Für die deutschen Asse um Geiger endete der erste Wettkampf der Winterspiele hingegen in einem Debakel.
"Ich habe mich nicht gut gefühlt, es war nicht mein Rennen", sagte Geiger, nachdem er in der letzten Runde völlig eingegangen war und beim Triumph des Norwegers Jens Luraas Oftebro in einem ebenso packenden wie brutal schweren Normalschanzen-Wettbewerb nur Platz zehn belegt hatte: "Für eine Medaille muss man hier in Topform sein, das war ich leider nicht. Mir hat es völlig den Stecker gezogen."
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Solide Sprünge von DSV-Trio: Geiger und Co. in Schlagdistanz

Quelle: Eurosport

Genau vier Jahre und zwei Tage nach seinem Traum-Gold von Peking, als er von Platz elf zum Sieg gestürmt war, erlebte der 28 Jahre alte Oberstdorfer einen der bittersten Momente seiner Karriere. An einem Anstieg in der Schlussrunde ging auf einmal gar nichts mehr, Spitzenläufer Geiger blieb im Tiefschnee fast stehen - und erreichte das Ziel fast zwei Minuten nach Sieger Oftebro.

Frenzel feiert Rennen trotz schwachem Ergebnis für Deutschland

Der Norweger holte in einem hochdramatischen Finale sein zweites Olympia-Gold, Silber ging knapp dahinter an den Österreicher Johannes Lamparter vor dem finnischen Überraschungsmann Eero Hirvonen. Die verspätet eingeflogene Coventry wirkte auf der gut gefüllten Tribüne schwer beeindruckt von dieser Sportart, über deren Zukunft sie zeitnah (mit)bestimmen muss.
"Ich weiß nicht, wie man sich als Sport besser aufstellen kann als heute", meinte Bundestrainer Eric Frenzel. Besser präsentieren als seine Mannschaft kann man sich sicherlich: Als bester Deutscher hatte Altmeister Johannes Rydzek auf Platz acht 1:09 Minuten Rückstand auf Oftebro, Julian Schmid auf Platz 14 lag fast drei Minuten zurück.
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Schrecksekunde: Hirvonen und Oftebro kommen sich ins Gehege

Quelle: Eurosport

Dabei hatte es nach dem Springen nicht nach einem Kollaps ausgesehen. Geiger lag als Siebter in Reichweite zur Spitze, sein Knie machte anders als am Vortag keinen Ärger.
Dennoch ging dann in der Loipe nichts, das muss der deutsche Topmann nun abschütteln. "Ich habe noch zwei Chancen. Jetzt muss ich mich ausruhen, und dann läuft es wieder besser, denke ich", sagte Geiger mit Blick auf die beiden Wettbewerbe auf der Großchance.

Nordische Kombinierer kämpfen um Olympia-Verbleib

Dort wollen die Kombinierer weiter für sich werben und um ihre Sportart kämpfen, die seit der Winterspiel-Premiere 1924 im Kanon enthalten ist und aus diesem zu verschwinden droht. In Val di Fiemme sind die Kombinierer schon mit reduzierten Starterfeld und die Kombiniererinnen weiterhin gar nicht dabei. Für Olympia 2030 gilt: "Entweder mit Frauen oder gar nicht", sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel.
IOC-Präsidentin Coventry machte sich bei der Entscheidung am Mittwochnachmittag nun selbst ein Bild, sah an der Seite von Ski-Weltverbandschef Johan Eliasch eine intakte, faszinierende Sportart mit sieben Nationen unter den Top 13.
Schon am Morgen war das Springen in Predazzo erstaunlich gut besucht gewesen. "Schön, dass die Zuschauer unsere Sportart feiern", sagte Rydzek hoffnungsfroh. Zu feiern hatte aber auch er letztlich nichts.
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(SID)
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Solide Sprünge von DSV-Trio: Geiger und Co. in Schlagdistanz

Quelle: Eurosport


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