"Es handelt sich hauptsächlich um eine Unterkühlung, der Kreislauf ist wieder stabil. Sicher war die Belastung aufgrund des massiven Anfangstempos nach der langen Quarantäne ein bisschen hoch, aber gesundheitliche Schäden sind nicht zu erwarten. Ihm geht es wieder deutlich besser", sagte Pecher.
Frenzel war auf dem dritten Teilstück eingebrochen und hatte nach dem Gewinn der Silbermedaille sogar bei der Siegerehrung auf dem Podest gefehlt. Später gab er aber wieder Interviews und konnte auch lachen.
"Er ist von der Lunge her frei, die Herztöne sind auch rein. Er konnte alleine in die Kabine laufen, er hat sich umgezogen. Wir werden ihn die nächsten Tage schonen. Er wird sicher nächste Woche zu mir in die Praxis kommen, um Laborentnahmen zu machen. Dann sehen wir weiter, wie er die nächsten Weltcups bestreiten wird", sagte Pecher.
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Während Julian Schmid, Manuel Faißt und Vinzenz Geiger aufs Podest stiegen, waren die Gedanken auch bei ihrem Teamkollegen, der sich unter ärztlicher Aufsicht befand.

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Frenzel: "Ich habe kein Blut gespuckt"

Nach Minuten bangen Wartens gab Frenzel bei einem Interview bei der "ARD" selbst leichte Entwarnung. "Es geht mir gut. Ich muss mir den Lauf vom Vinzenz aber noch anschauen, davon habe ich nichts mitbekommen", erklärte er.
Dass neben ihm im Ziel aus der Vogelperspektive einer Spidercam ein roter Fleck zu sehen war, sei nur Teil einer Markierung gewesen - ein Schneebrocken im Rot der Markierungsfarbe, mit der unter anderem die Ziellinien eingefärbt werden.
"Ich habe kein Blut gespuckt und hatte keine offenen Wunden", dementierte er entsprechend dramatisierende Medienberichte, "aber mir ist es auf der Strecke sehr schlecht ergangen. So ein hartes Rennen hatte ich schon lange nicht mehr. Glücklicherweise hatte ich so ein gutes Team an der Seite, dass wir Silber gewonnen haben. Ich bin den Jungs dankbar. Im Ziel ging es mir richtig schlecht. Man hat mich in die Kabine gebracht, weil es da wärmer war. Ich musste erst wieder zu Kräften und klaren Gedanken kommen."

Frenzel bei Staffelsilber völlig verausgabt - dramatische Szenen im Zielraum

Frenzel stellt olympischen Rekord auf

Frenzel stellte mit seiner siebten Olympia-Medaille den Rekord des Österreichers Felix Gottwald ein. Bei vier verschiedenen Winterspielen auf dem Podest hatte vor Frenzel nur der Österreicher Mario Stecher gestanden.

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"Es war ein harter Lauf, habe mich sehr anstrengen müssen, ins Ziel zu kommen", unterstrich er die schwierigen Bedingungen. "Ich bin überglücklich, dass die drei das ausgemerzt haben, was ich verbockt habe zum Schluss", bedankte er sich bei seinen Teamkollegen.
Er müsse das Renngeschehen jetzt erst noch verarbeiten. "Ich hadere gerade noch etwas mit mir selbst, weil ich es nicht so rübergebracht habe, wie ich es erhofft habe", so Frenzel.

Eric Frenzel

Fotocredit: Getty Images

Tino Edelmann über Frenzels Nominierung

Experte Tino Edelmann fühlte bei Eurosport mit seinem ehemaligen Teamkollegen. "Das trifft mich hart. Ich hoffe inständig, dass es nichts Schlimmeres ist. Keine olympische Medaille ist das wert", sagte er kurz nach Rennende.
"Man kann schon die Frage stellen, ob das die richtige Entscheidung war", meinte Edelmann zur Nominierung Frenzels für das Team - zu Ungunsten von Johannes Rydzek.
Die Medizintests vorher seien jedoch alle positiv verlaufen. "Es ist ein Wagnis, keine Frage. Und es im Kampf um Gold leider nicht aufgegangen", stellte Edelmann fest, "aber man hat Silber abgesichert – er hat mit den weitesten Sprung gezeigt bei den Deutschen. Und es ist Eric Frenzel."

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Frenzel muss sich erholen

Teamkollege Faißt hatte am Eurosport-Mikrofon einen ersten Statusbericht über Frenzels Situation abgegeben. "Er kämpft aktuell noch ein bisschen. Man hat gesehen, er hat alles gegeben und sich für das Team aufgeopfert", sagte Faißt. Auch Schlussläufer Geiger bangte zunächst um Frenzel. "Ich bin ins Ziel gelaufen und habe dann gehört: Der Eric liegt noch im Tunnel", sagte er bei Eurosport.
"Der Eric hat sich völlig verausgabt", meinte Bundestrainer Hermann Weinbuch, der nach dem Rennen erklärte, dass die zehnten Olympischen Spiele seiner Karriere auch die letzten waren: "Das mit Corona wird sein Übriges dazu beigetragen haben."

"Dachte, ich habe es verhauen": Frenzel dankt Geiger für Silber-Rettung

Ein Fehler sei die Aufstellung des Routiniers aber nicht gewesen. "Letztendlich hatte ich Eric stärker eingeschätzt, nach dem Test, den wir gemacht haben", verteidigte er seine Entscheidung bei Eurosport. Das sah auch Frenzel so. "Alle Checks vorher waren gut", betonte der Sachse.
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