Julian Schmid überzeugt beim Weltcup in Klingenthal als starker Vierter - Fabian Rießle bangt um Olympia-Ticket

Die deutschen Kombinierer haben beim Weltcup-Heimspiel in Klingenthal das Podest verpasst, mit Platz vier für Youngster Julian Schmid und Rang sechs Rekord-Weltmeister Eric Frenzel aber gute Leistungen gezeigt. Am Tag vor der deutschen Olympia-Nominierung lieferte vor allem Schmid beim Sieg von Österreichs Weltmeister Johannes Lamparter gute Argumente für ein Peking-Ticket.

Fabian Rießle

Fotocredit: Getty Images

Youngster Julian Schmid ist im knüppelharten Rennen der deutschen Kombinierer um die Olympia-Tickets in eine glänzende Ausgangsposition gesprintet, für zwei Platzhirsche der vergangenen Jahre wird es in Sachen Peking ganz eng. Während Schmid beim Heim-Weltcup in Klingenthal mit Platz vier als bester DSV-Athlet glänzte, stehen Johannes Rydzek und vor allem Fabian Rießle am Sonntag im letzten Wettkampf vor der Nominierung mächtig unter Druck.
"Wir haben ein sehr starkes Team, die Trainer werden das schon richtig entscheiden", sagte Schmid im ZDF, nachdem er mit einer ganz starken Vorstellung am Samstag reichlich Argumente gesammelt hatte. Der Oberstdorfer, schon nach dem Springen bester Deutscher, setzte sich im Sprint einer Verfolgergruppe durch und lag im Ziel 16,7 Sekunden hinter Sieger Johannes Lamparter aus Österreich. Wie Schmid überzeugte auch Rekord-Weltmeister Eric Frenzel (Geyer) als Sechster (+17,8).
Der erst 20 Jahre alte Weltmeister Lamparter, der vor dem Esten Kristjan Ilves (+0,3 Sekunden) und dem Japaner Ryota Yamamoto (+0,7) gewann, zog im Weltcup nach Punkten mit Spitzenreiter Jarl Magnus Riiber gleich. Der Norweger, der sich ins Training zurückgezogen hat, fehlte schon in der Vorwoche in Val di Fiemme.
Auf den Plätzen 10 bis 13 landete ein deutsches Quartett mit Manuel Faißt (Baiersbronn), Terence Weber (Geyer), Rydzek und Vinzenz Geiger (beide Oberstdorf), der zuletzt in Val di Fiemme gewonnen hatte. Rießle (Breitnau) fiel als 26. deutlich ab.

Bangen um Olympia bei Rießle

Wenn Bundestrainer Hermann Weinbuch am Sonntag seine voraussichtlich fünf Peking-Fahrer benennt, hat Rießle im siebenköpfigen deutschen Weltcup-Kernteam die schlechtesten Karten. Der 31 Jahre alte Schwarzwälder, seit der WM 2013 bei jedem Großereignis am Start (zehn Medaillen), ist im Gesamtweltcup nur der siebtbeste Deutsche, hat zudem die interne Norm (zweimal Top 6 oder dreimal Top 8) noch nicht erfüllt.
Geiger, Weber, Frenzel, Schmid, Faißt und Rydzek hatten diese bereits abgehakt. Geiger als Gesamtdritter im Weltcup sowie Frenzel (4.) und Saison-Entdeckung Weber (5.) können für Peking planen. Auch für Schmid (8.) sieht es gut aus. Das letzte Ticket werden wohl Faißt (13.) und Doppel-Olympiasieger Rydzek (14.) unter sich ausmachen - es sei denn, Rießle gelingt am Sonntag ein kleines Wunder.
(SID)
picture

Spannendes Finish: Rydzek zündet den Turbo - Geiger nicht zu schlagen

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung