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Olympia 2022: Manuel Faißt schrammt in der Nordischen Kombination an Medaille vorbei - Riiber verläuft sich
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Publiziert 15/02/2022 um 10:01 GMT+1 Uhr
Kombinierer Manuel Faißt hat bei den Olympischen Winterspielen im Wettbewerb von der Großschanze eine Medaille knapp verpasst. Der 29-Jährige musste sich in einem packenden Rennen mit Platz vier begnügen. Gold ging an Jörgen Graabak (Norwegen), der davon profitierte, dass sich der nach dem Springen deutlich in Führung liegende Jarl Magnus Riiber in der Loipe verlief und am Ende nur Achter wurde.
Packender Vierkampf um Kombi-Gold - Faißt zieht den Kürzeren
Quelle: Eurosport
Manuel Faißt kämpfte wie ein Löwe, doch am Ende blieb nur der undankbare vierte Platz: Bei der Gold-Show des Norwegers Jörgen Graabak sind die deutschen Kombinierer trotz Edelfan Eric Frenzel als Motivator erstmals seit 2010 in einem olympischen Wettkampf leer ausgegangen. Silber von der Großschanze ging an Jens Luras Oftebro (Norwegen) vor dem Japaner Akito Watabe.
Zur tragischen Figur wurde Topstar Jarl Magnus Riiber. Der frisch aus der Corona-Quarantäne entlassene Norweger lag nach dem Springen klar in Führung, bog in der Loipe aber nach zwei Kilometern versehentlich auf die Zielgerade ab, musste umkehren und verlor die Führung. Am Ende reichte es im eiskalten Zhangjiakou nur zu Rang acht.
"Ich hab mich nicht gefühlt und glaube, dass es sowieso nichts mit einer Medaille geworden wäre", erklärte Riiber im Anschluss bei Eurosport Norwegen. Der ehemalige Weltmeister Bjarte Engen Vik ergänzte: "Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Als wir sahen, dass Riiber aufgeben musste, dachte ich, dass die Medaille weg ist. Aber dann kamen diese beiden Jungs (Grabaak und Oftebro; Anm. d. Red.) förmlich ins Stadion geschossen und holten Gold und Silber. Das hat richtig Spaß gemacht."
In eine ähnliche Kerbe schlug auch Norwegens Teamchef Ivar Stuan: "Es war eine Achterbahnfahrt. Es ist wirklich schade, was mit Riiber passiert ist, nachdem er beim Springen so hervorragend abgeschnitten hat. Ich habe nach dem Rennen mit ihm gesprochen. Er ist sehr enttäuscht und traurig darüber, was auf der Strecke passiert ist. Ich hoffe, dass er für die Staffel am Donnerstag bereit ist."
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Riiber verläuft sich! Norweger verschenkt 40-Sekunden-Führung
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Deutsche Gold-Serie reißt
Faißt war erst nach Beginn der Winterspiele als Ersatz für die mit Corona infizierten Frenzel und Terence Weber nach Peking gereist, erst am Montag erfuhr er von seinem Olympia-Debüt. Nach einem starken Sprung auf 135,0 m war er als Vierter in den Langlauf über zehn Kilometer gegangen, kämpfte lange sogar um Gold, doch am Ende fehlten 2,7 Sekunden zum Podest. Zweitbester Deutscher wurde Normalschanzen-Olympiasieger Vinzenz Geiger als Siebter. Julian Schmid kam als Zehnter ins Ziel, Johannes Rydzek folgte auf Position 28.
"Einer muss halt Vierter werden, und heute hat es leider mich getroffen", sagte Faißt nach seinem Olympia-Debüt: "Das ist ärgerlich, weil es nur für die ersten Drei Medaillen gibt. Aber der Stolz überwiegt. Schade, dass die zweite Gruppe rangekommen ist, sonst hätten wir das zu dritt ausgemacht."
Damit riss die Serie der deutschen "Dominierer" von zuletzt viermal Olympia-Gold in Folge und acht olympischen Rennen mit mindestens einer Medaille. Letztmals leer ausgegangen war das DSV-Team vor zwölf Jahren in Vancouver ebenfalls im Einzel von der Großschanze.
Seinen dritten Olympiasieg feierte Graabak, der von Position zwölf ins Rennen ging. Auf den letzten Metern hatte der Norweger die meisten Kräfte und ließ seinen Teamkollegen Oftebro und Watabe eiskalt stehen. Faißt kam direkt dahinter enttäuscht in Ziel.
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Edelmann klagt Norweger an: "Hätte Riiber nicht starten lassen"
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Frenzel hofft auf Start in der Staffel
Auf der Schanze hatte das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch zuvor viel Luft nach oben gelassen. Einzig Faißt lag als Vierter noch aussichtsreich im Rennen, die laufstärkeren Deutschen hatten dagegen alle mehr als 1:30 Minuten Rückstand auf Riiber. "Der Abstand ist zu groß, dass wir noch etwas erreichen können. Die besten Aussichten hat eigentlich der Manuel, dass er noch um eine Medaille laufen kann", sagte Weinbuch.
Frenzel drückte wie der ebenfalls aus der Corona-Quarantäne entlassene Weber vor Ort die Daumen. Er wolle "die Jungs unterstützen, um endlich dieses olympische Gefühl zu spüren", hatte Frenzel nach seiner ersten Nacht in Freiheit gesagt.
Der Sachse hofft nun auf einen Start am Donnerstag in der Staffel. Das DSV-Quartett ist in der letzten Entscheidung der Spiele klarer Kandidat auf eine Medaille.
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(mit SID)
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"Harte Tage" überstanden: Frenzel will in Staffel angreifen
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