Weltcup in Ramsau am Dachstein: Nathalie Armbruster bricht bei Anstieg im Langlauf zusammen - und rettet sich ins Ziel
Nathalie Armbruster sorgte beim Massenstart-Weltcup der Nordischen Kombination in Ramsau am Dachstein unfreiwillig für eine erschreckende Szene. Die 19-Jährige brach während des Langlaufs über fünf Kilometer an einem Anstieg zusammen. Armbruster berappelte sich wieder und lief als 13. über die Ziellinie. Sie habe "Kreislaufprobleme" gehabt, es gehe ihr "soweit wieder gut", teilte der DSV mit.
Armbruster bricht bei Anstieg zusammen - und rettet sich ins Ziel
Quelle: Eurosport
Im anschließenden Skispringen verbesserte sich Nathalie Armbruster mit einem Sprung auf 84 Metern noch auf Rang zwölf.
Der Sieg ging an die Norwegerin Ida Marie Hagen, Alexa Brabec (USA) und Minja Korhonen (FIN) komplettierten das Podest.
"Auf einmal hat einfach mein Körper alles zugemacht. Ich wollte laufen, aber es ging nicht mehr", sagte Armbruster später mit Tränen in den Augen im "ZDF". Die 19-Jährige war im Kampf um den Tagessieg ein zu hohes Tempo angegangen und erlitt einen Kreislaufkollaps. Zwei Stunden später ging sie dennoch auf die Schanze, sprang auf 84,0 m und sicherte Rang zwölf.
Erstmals in diesem Winter blieb Armbruster somit ohne Podestplatz, wenig später verpassten auch die deutschen Männer das Treppchen. Aber das war nur Nebensache angesichts Armbrusters Kollaps. "Ich bin zusammengesackt und habe gedacht: Ja, das war jetzt das Ende vom Rennen. Und dann lag ich da - und dachte: Nee, ich kann es nicht mit mir vereinbaren, nicht ins Ziel zu kommen", sagte Armbruster.

Die DSV-Kolleginnen kümmern sich um Nathalie Armbruster
Fotocredit: Instagram
Armbruster beißt sich durch den Wettkampf
Bundestrainer Florian Aichinger erklärte nach dem Rennen, Armbruster sei im "Vorfeld nicht ganz fit" gewesen: "Dann kommt auf der Strecke irgendwann der große Knall. Ich habe mit ihr an der Strecke kurz gesprochen und gesagt: Lauf einfach fertig, wenn es geht, ansonsten steigst du aus." Ihren zweiten Saisonsieg holte die Norwegerin Ida Marie Hagen. Beste Deutsche wurde Jenny Nowak als Siebte.
Armbruster habe "einfach nicht mehr gekonnt und ich hätte mich am liebsten zu ihr gestellt und ihr geholfen, aber ich glaube, es geht ihr schon wieder besser", fuhr Novak fort, die am Ende als beste Deutsche auf Position sieben kam. Ronja Loh und Trine Göpfert folgten auf den Rängen 17 und 20.
Armbruster war nach 3,2 von fünf Kilometern an einem Anstieg unvermittelt zusammen und blieb mehrere Sekunden regungslos auf der Strecke liegen.
Hilfe bekam die Schwarzwälderin zunächst nicht, sodass sie sich selbst wieder aufrappeln musste.
Im Ziel hatte Armbruster Tränen in den Augen. Nur knapp zwei Stunden später ging die DSV-Athletin dennoch auf die Schanze und sammelte mit Platz zwölf Weltcup-Punkte.
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(mit SID)
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Quelle: Eurosport
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