Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek, Julian Schmid und Manuel Faißt räumen ab - die Dominierer sind zurück

Für die deutschen Kombinierer läuft es zum Start des WM-Winters glänzend: Johannes Rydzek fuhr am Samstag seinen ersten Weltcup-Sieg seit sechs Jahren ein, am Sonntag gewann dann Vinzenz Geiger und schnappte sich das Gelbe Trikot. Auch Julian Schmid und Manuel Faißt überzeugten, sie landeten auf dem Podest. Nach dem Wochenende steht fest: Die deutschen Dominierer sind zurück.

Geiger nach Sieg: "Normalerweise hasse ich Massenstart, aber …"

Quelle: Eurosport

Eric Frenzel suchte mit krächzender Stimme nach Worten. "Das war ein Wahnsinns-Einstieg, das hätte ich mir so nicht erträumen lassen", sagte der Cheftrainer und bat um Verzeihung für seine nur geflüsterten Worte: "Ich habe ordentlich mit angefeuert."
Mit Erfolg: Am Samstag holte erst Rydzek vor seinen Oberstdorfer Klubkollegen Schmid und Geiger seinen ersten Weltcupsieg seit fast sechs Jahren. Einen Tag später schlug dann Geiger im finnischen "Kühlschrank" Kuusamo eiskalt zu. Der Olympiasieger hielt Norwegens Dominator Jarl Magnus Riiber in Schach und übernahm das Gelbe Trikot des Gesamtführenden. Als Krönung stand auch Faißt als Dritter erstmals in diesem Winter auf dem Podest.
"Wenn mir das vor einer Woche jemand erzählt hätte, hätte ich es nicht geglaubt", sagte der zuletzt noch erkrankte Geiger über ein kaum für möglich gehaltenes Wochenende. Sieben der neun Podestplätze gingen nach Deutschland - im gesamten letzten Winter waren es nur drei gewesen. Zumindest für den Auftakt galt: Dank einer deutlichen Steigerung auf der Schanze sind die einstigen "Dominierer" zurück.
Vor allem Geigers Bilanz fiel mit den Rängen zwei, drei und eins glänzend aus. Lohn war mit 270 Punkten die Führung im Gesamtweltcup vor Rekordweltmeister Riiber (Norwegen/260), der am Sonntag zum 100. Mal in seiner Karriere auf dem Podest stand. Auf den Plätzen drei und vier folgen in Schmid (230) und Rydzek (198) zwei weitere Oberstdorfer.

Aufbruchsstimmung nach vergangenem Horror-Jahr

Die größte Kuusamo-Überraschung war aber Rydzeks Sieg am Samstag. Bei der WM 2017 hatte der Bayer mit vier Goldmedaillen bei vier Starts Geschichte geschrieben, zuletzt aber lief es nur noch selten rund. "Ich hatte in den vergangenen Jahren so viele harte Momente", sagte der 32-Jährige nach seinem Sieg: "Umso schöner ist dieser hier. Ich bin unglaublich dankbar."
Noch in der vergangenen Saison war das deutsche Männerteam erstmals seit 25 Jahren ohne Sieg geblieben, auch die nur drei Podestplätze waren eine Enttäuschung. Beide Zahlen hat das Frenzel-Team schon jetzt übertroffen. "Das kann man sich nicht besser wünschen. Ich bin echt begeistert von den Jungs", sagte Frenzel - und überließ das Reden dann lieber seinen Podestjägern.
(SID)
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Geiger-Doppelschlag: Sieg und Gelbes Trikot

Quelle: Eurosport


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