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Berlin startet Konkurrenzkampf für die Olympia-Bewerbung - Beachvolleyball am Brandenburger Tor wie in Paris am Eiffelturm
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Publiziert 27/05/2025 um 17:18 GMT+2 Uhr
Mit Paris als Vorbild und Träumen von einer "nationalen" Kampagne startet Berlin in den Konkurrenzkampf um die deutsche Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele. Das Konzept "Berlin+", das Bürgermeister Kai Wegner am Dienstag in der Ehrenloge des Olympiastadions vorstellte, soll dank Kulissen wie dem Brandenburger Tor und der Unterstützung durch vier weitere Bundesländer zum Ziel führen.
Berlin wirbt mit Beachvolleyball vor dem Brandenburger Tor für Olympia
Fotocredit: Getty Images
Doch der Widerstand formiert sich bereits. "Ich sage ganz bescheiden: Ohne Berlin wird es ein bisschen schwieriger. Berlin hat die Strahlkraft wie keine andere Stadt in Deutschland. Aber es braucht unsere starken Partner", sagte Wegner, der Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein mit ins Boot holte.
Wegner und die Ministerpräsidenten der Länder waren sichtlich bemüht, Olympia-Flair zu verspüren, Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen und Kanu-Ikone Ronald Raue saßen genauso in der ersten Reihe wie IOC-Mitglied Michael Mronz und DOSB-Vorstand Volker Bouffier. Gerade letzteren galt es in der "Woche der Wahrheit" zu beeindrucken. Berlin muss wie seine Rivalen München, Hamburg und Rhein-Ruhr sein Konzept für Sommerspiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 bis Samstag beim Deutschen Olympischen Sportbund einreichen.
Bei allem Selbstvertrauen in der Hauptstadt: Berlins Konkurrenz ist nicht zu unterschätzen, schon in der vergangenen Woche hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder offensiv für München getrommelt, am Mittwoch präsentiert Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst die Pläne von Rhein-Ruhr, Hamburg zieht Samstag nach. Wer letztlich den Zuschlag bekommt, soll sich bis Herbst 2026 entscheiden. Eine Hürde auf dem Weg dorthin dürfte für Berlin die Unterstützung aus der Bevölkerung werden.
Während München bereits eine Bürgerbefragung für den 26. Oktober angekündigt hat und sie in Hamburg ohnehin vorgeschrieben ist, gab sich Wegner am Dienstag bei dem Thema zurückhaltend. Der CDU-Politiker sagte, es sei "völlig klar, dass die Menschen in den Städten in einer Form auch beteiligt werden müssen". Wie genau dies geschehen soll, ließ Wegner noch offen. Derweil kündigte die Initiative NOlympia Berlin bereits an, ein Volksbegehren gegen Olympia anzustreben.
Erst das Olympiadorf, dann Wohnfläche
Berlins Innensenatorin Iris Spranger vermied eine klare Aussage zu den Kosten der Spiele, gab aber Einblick in die organisatorischen Details. Das Olympische Dorf für 16.000 Sportler ist an der Berliner Messe vorgesehen, 70 Prozent der Athletinnen und Athleten sollen dort auf 45 Hektar Fläche unterkommen. Nach den Spielen sollen 2500 Einheiten für bezahlbares Wohnen entstehen.
Auch ein Großteil der Wettkämpfe soll in Berlin stattfinden, insgesamt zu 90 Prozent auf existierende Sportstätten zurückgegriffen werden. Neben der Leichtathletik im Olympiastadion soll das Brandenburger Tor die Kulisse für die Beachvolleyballer bilden - und an die Bilder vom Eiffelturm in Paris aus dem Vorjahr erinnern. Trendsportarten wie Bouldern und Skateboard sollen am Flughafen Tempelhof ihre Heimat finden, der Marathon über die malerische Kulisse der Museumsinsel führen.
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Die olympischen Spiele in Paris sollen Vorbild für Berlin sein
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Segeln im Norden, Ruderer und Kanuten in Brandenburg
Um die Segelwettbewerbe befinden sich Kiel und Rostock-Warnemünde im Wettstreit, Sachsen wartet vor allem mit der Kanuslalom-Anlage in Leipzig auf. In Brandenburg sollen auf der Regattastrecke in Brandenburg an der Havel die Ruderer und Kanuten um die Medaillen kämpfen, auch Golf (Bad Saarow) und Sportschießen (Frankfurt/Oder) sind in Berlins Nachbarland geplant.
Dessen Ministerpräsident Dietmar Woidke stellte die gesellschaftliche Bedeutung der Spiele heraus und verband seine Rede mit einem Appell: "Deutschland muss es sich trauen, sich wieder große Ziele zu setzen."
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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