NRW stimmt mehrheitlich für Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr - Referendum bringt Zustimmung für Kandidatur Stadt Köln

Nordrhein-Westfalen hat den Weg für eine mögliche Olympia-Bewerbung freigemacht: Beim Referendum spricht sich eine deutliche Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger für die Rhein-Ruhr-Kandidatur mit Köln aus. Damit nimmt die Bewerbung weiter Fahrt auf, auch wenn eine Kommune aus dem Konzept herausfällt. Im nationalen Wettbewerb um die Ausrichtung der Olympischen Spiele bleibt Deutschland im Rennen.

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Quelle: Eurosport

Am späten Abend ein lautes Ja aus dem Westen: Die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen haben den Weg für eine mögliche Bewerbung von Köln-Rhein/Ruhr um Olympische und Paralympische Sommerspiele freigemacht.
Bei dem Referendum in 17 Kommunen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes entfielen laut Ministerpräsident Hendrik Wüst starke zwei Drittel der gültigen und gewerteten Stimmen für eine Beteiligung der Kampagne um die Spiele 2036, 2040 oder 2044.
Rund 1,4 Millionen der vier Millionen Wahlberechtigen hatten abgestimmt. In Herten im Ruhrgebiet wurde allerdings die Mindestbeteiligung, das sogenannte Quorum, verpasst. Herten, wo laut Konzept Mountainbike-Wettbewerbe vorgesehen waren, ist damit nicht mehr Teil der Bewerbung.
Die größeren Städte in NRW lieferten, teils mehr als 70 Prozent. Auch in Kiel im hohen Norden wurde abgestimmt: 63,5 Prozent der Teilnehmenden sprachen für eine Bewerbung aus, an der Förde soll gesegelt werden, wenn Köln/Rhein-Ruhr national und international das Rennen macht.

NRW nimmt nächste Hürde

Am Sonntag in Köln vor den involvierten Oberbürgermeistern und zahlreichen Unterstützern war Wüst bereits Minuten nach Beginn der unerwartet langwierigen Auszählung siegessicher: "Wir können davon ausgehen, dass die Menschen unserer Bewerbung mehrheitlich ihre Stimme gegeben haben."
NRW hat nun wie München, das im vergangenen Herbst 66,4 Prozent erreicht hatte, eine wichtige Hürde genommen. "Nach München sind auch in NRW die Ergebnisse gut. Das ist für den Sport und für dieses Land gut", freute sich Otto Fricke, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), im "WDR".

Entscheidung folgt im September

Die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger in den jeweiligen Regionen ist für die Evaluierungskommission des DOSB ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung der nationalen Kandidaten.
Letztlich entscheiden aber die Delegierten, allen voran die olympischen Verbände, am 26. September in Baden-Baden über den Bewerber beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Der DOSB rechnet mit einer Vergabe der Spiele 2036 nicht vor 2027. Die internationale Konkurrenz im Werben um Olympia ist groß.

Hamburg folgt, Berlin verzichtet

In Hamburg werden die Bürgerinnen und Bürger ebenfalls um ihre Beteiligung gebeten, ausgezählt wird am 31. Mai. Beim vierten deutschen Interessenten Berlin ist ein Referendum nicht vorgesehen. Die Konzepte können bis Anfang Juni angepasst werden.
Der DOSB bewertet alle vier Kandidaten mithilfe einer komplizierten Matrix, in der neben der Zustimmung der Bevölkerung weitere Faktoren stark gewichtet werden, u.a. die internationale Strahlkraft.

Köln im Zentrum der Bewerbung

Köln hatte die Führungsrolle in NRW erst kurz vor dem Jahreswechsel übernommen. "Ich glaube, das hat der Bewerbung sehr gutgetan", sagte Oberbürgermeister Torsten Burmester im Vorfeld dem "SID".
Köln sei "an die Spitze der Bewegung" gesetzt worden, weil die Domstadt internationale Wahrnehmung besitze und für "etwas Besonderes" stehe, "für Vielfalt, für Herzlichkeit, für das Thema Kultur und Sport", ergänzte der frühere Vorstandsvorsitzende des DOSB. In Köln soll laut dem Konzept das Olympische Dorf stehen, dazu ist unter anderem ein temporäres Leichtathletik-Stadion vorgesehen.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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