Mit ihrer Entscheidung wollen die Angehörigen dagegen protestieren, dass die Bundesrepublik, der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München ihren Forderungen nach finanzieller Entschädigung bislang nicht nachkommen. Ankie Spitzer, die Witwe des 1972 getöteten Fechttrainers Andrei Spitzer, hatte wiederholt von "Trinkgeld" gesprochen, mit dem die Angehörigen von Deutschland abgespeist werden sollten.
Bund, Freistaat und Stadt München hatten sich bereit erklärt, weitere 5,4 Millionen Euro an Entschädigung zu zahlen, nachdem bereits 4,6 Millionen Euro in den Jahren 1972 und 2002 als humanitäre Hilfsleistungen geflossen waren. Bei der Gedenkveranstaltung will laut "SZ"-Bericht offenbar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Rede die deutsche Verantwortung für das damalige Desaster und den späteren Umgang damit betonen.
Das palästinensische Terrorkommando "Schwarzer September" hatte am 5. und 6. September 1972 elf Sportler und Trainer der israelischen Olympiamannschaft ermordet, bei der verunglückten Befreiungsaktion kam zudem ein deutscher Polizist ums Leben.
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(SID)

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