Dopingfall um Rebecca Passler weckt Ängste bei Athleten: Diese Dinge meiden Sportler, um nicht positiv getestet zu werden

Mit einem positiven Test auf Letrozol hat die italienische Biathletin Rebecca Passler am Montag vor den Olympischen Spielen 2026 in Cortina d'Ampezzo für einen Paukenschlag gesorgt. Details zu dem Fall wurden noch nicht bekannt gegeben, trotzdem dürfte der ein oder andere Athlet bei der Meldung zusammengezuckt sein: Immerhin gibt eine aktuelle Umfrage tiefe Einblicke in die Welt der Dopingtests.

Rebecca Passler wurde vor den Olympischen Spielen positiv getestet

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Es war eine Schlagzeile, die durch die gesamte Welt des Wintersports ging: Nach einem positiven Dopingtest auf Letrozol wurde Rebecca Passler suspendiert. Damit verpasst die Antholzerin die olympischen Wettkämpfe in ihrem eigenen Wohnzimmer.
Wie die Substanz in den Körper der 24-jährigen Biathletin gelangte, ist bislang noch ungeklärt. Wie die Vergangenheit zeigt, müssen des Dopings überführte Athleten aber nicht immer von der Einnahme wissen - und genau vor einem solchen Szenario herrscht große Angst.
"Es wäre ein Albtraum und etwas, das von dem man auf keinen Fall seine Karriere bestimmen lassen möchte", wurde die schwedische Skijägerin Hanna Öberg in einer großangelegten Umfrage skandinavischer Medien rund um "NRK" und "SVT" zitiert.
Wie 184 Athletinnen und Athleten aus Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland berichteten, hüten sie sich daher vor einer Vielzahl an Dingen. Für Außenstehende erscheint manche Angst ungewohnt.

Doping: Die Angst testet mit

"Jedes Mal, wenn ich einen Test abgebe, habe ich Angst, etwas eingenommen zu haben", erklärte Ragne Wiklund, zweimalige Weltmeisterin im Eisschnelllauf.
Dopingfälle wie jener der deutschen Langläuferin Victoria Carl, die positiv auf das verbotene Mittel Clenbuterol getestet wurde, schüren solche Gefühle. Immerhin erklärte die 30-jährige Olympiasiegerin, dass die Substanz in einem Hustensaft gewesen sein soll, der ihr von einem Arzt verschrieben worden war.
So vermeiden knapp elf Prozent der befragten Athleten stets Medikamente, rund 68 Prozent gehen das Risiko manchmal ein. Mit Blick auf die langen Beipackzettel samt Inhaltsstoffen und allen möglichen Nebenwirkungen mag ein solcher Reflex logisch sein. Doch damit ist die Angelegenheit noch nicht vorbei.
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Samuelsson spricht über Doping

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Bereits Cremes und Salben für die Haut, die von einem Großteil der Bevölkerung vor allem im Winter verwendet wird, stellen in der Welt des Profisports eine Gefahr für saubere Athleten dar.
"Ich bin damit sehr vorsichtig", meinte dazu etwa Biathlet Sebastian Samuelsson. Der 28-Jährige erinnerte sich daran, dass seine Partnerin eine Creme in einem ihm unbekannten Geschäft kaufte - und er sie daher nicht mehr benutzte.
"Man stelle sich vor, darin wäre etwas", schoss Langläuferin Jonna Sundling ein ähnlicher Gedanke durch den Kopf. Resultat: 65 Prozent verwenden kaum bis gar keine Hautcremes und -salben.

Sexuelle Kontakte sind "gefährlich"

Die Athleten wurden auch nach sexuellen und intimen Kontakten gefragt. Die Auswertung brachte ein erstaunliches Ergebnis zutage.
24,7 Prozent der skandinavischen Athleten vermeiden aufgrund ihrer Bedenken sexuellen Kontakt.
"Dann stellen sie den Sport an erste Stelle, und das respektiere ich", reagierte der norwegische Freestyle-Skier Birk Ruud auf die Zahlen. Er selbst handhabe dies nicht so.
Norwegens Langlauf-Ikone Therese Johaug, die nach einem positiven Test auf das Steroid Clostebol zwischen 2016 und 2018 für 18 Monate gesperrt war, ist hingegen der Ansicht, dass man sich auch dieser Gefahrenquelle bewusst sein müsse.
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Therese Johaug

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"Du hast nicht nur Kontrolle über dich selbst, sondern auch über die Menschen, mit denen du zusammen bist", mahnte sie.
Als Paradebeispiel gilt der Fall rund um die Triathletin Imogen Simmonds. Im Dezember 2024 wurde sie positiv auf Ligandrol getestet, einer Substanz, die den Muskelaufbau fördert. Ihren Angaben zufolge sei die Substanz durch den "Austausch von Körperflüssigkeiten" in ihren Körper gelangt. Zehn Monate später wurde sie von den Vorwürfen freigesprochen.
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Vonn verkündet Schock-Diagnose: "Ich habe mir das Kreuzband gerissen"

Quelle: Eurosport


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