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Olympia 2026: Lara Markthalers Vorgänger um Rösch und Möllinger - Diese deutschen Athleten wechselten die Farben
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Publiziert 12/02/2026 um 15:32 GMT+1 Uhr
Skirennläuferin Lara Markthaler ist in München geboren, doch bei Olympia 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo startet sie für Südafrika. Was ungewöhnlich anmuten mag, kommt tatsächlich häufiger vor. Vor Markthaler gingen schon weitere, weitaus prominentere Athleten aus Deutschland für ihren Traum von Olympischen Winterspielen neue Wege. Eine Auswahl gibt es hier im Überblick.
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Quelle: Eurosport
Nationenwechsel kommen im Sport immer wieder vor. Auch bei Olympia 2026 gibt es eine Athletin, die eigentlich für Deutschland starten könnte, das aber nicht tut.
Lara Markthaler wird am zweiten Sonntag der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo ins Geschehen eingreifen.
Doch statt für Deutschen Ski-Verband (DSV) geht Markthaler in den Farben von Südafrika bei den alpinen Skifahrerinnen ins Rennen.
- Diese deutsche Athleten/innen wechselten die Farben:
Lara Markthaler
Der 15. Februar wird für Lara Markthaler in diesem Jahr ein Feiertag im doppelten Sinne: Die gebürtige Münchnerin wird 19 Jahre alt - und feiert ihre Olympia-Premiere im Riesenslalom. Aber nicht im DSV-Anzug sondern für Südafrika, vor allem aus formellen Gründen.
"Würde ich für Deutschland fahren wollen, müsste ich ins deutsche Schulsystem wechseln, ans Ski-Internat in Berchtesgaden", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Doch das passt nicht recht zu dem mobilen Lebensmodell ihrer Familie. Zeitweise lebte Markthaler auch in Kanada und in Italien - nun in Österreich. Ihren großen Moment wird sie in Cortina d' Ampezzo erleben.
Johann Mühlegg
Auch der im bayrischen Marktoberdorf geborene Langläufer sorgte im Zeichen der Ringe für Aufsehen. 1998 wurde er vom Deutschen Skiverband (DSV) nach anhaltenden Querelen ausgeschlossen. Mühlegg startete danach als "Ällgau-Torero" oder "Don Juanito" für Spanien - und sorgte für einen riesigen Doping-Skandal.
2002 rannte er bei den Winterspielen in Salt Lake City alles in Grund und Boden, siegte im Skiathlon, über 30 Kilometer und über 50 Kilometer - danach wurde er von den Doping-Kontrolleuren überführt. "Dabei hätte er gar nicht dopen müssen, so überlegen war er", sagte einst Ex-Bundestrainer Jochen Behle. Mühlegg verlor schließlich seine Goldmedaillen und wurde für zwei Jahren gesperrt.
Michael Rösch
2006 in Turin gelang dem heutigen Eurosport-Experten der große Coup - Gold mit der deutschen Staffel bei den Winterspielen in Turin. Der Biathlet aus Pirna galt fortan als "Kronprinz" der Generation um Ricco Groß und Sven Fischer, konnte die Hoffnungen letztlich aber nicht erfüllen.
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Quelle: Eurosport
Nach schwachen Ergebnissen wurde Rösch vom DSV nicht mehr für die höchste Ebene eingeplant - und entschloss sich 2012 zum Nationenwechsel. Doch der zog sich hin. Erst 2018 in Pyeongchang erfüllte sich der Traum des heutigen Eurosport-Experten von einer erneuten Olympiateilnahme. Mit Belgien.
Michael Möllinger
Einen Umweg musste auch Michael Möllinger nehmen, um an sein olympisches Ziel zu gelangen. Denn erst nach seinem Zerwürfnis mit dem DSV inklusiver viel diskutierter "Hungerdiktat"-Vorwürfe nahm der Olympiatraum des Skispringers Formen an.
Dank seiner Schweizer Mutter Brigitte erhielt Möllinger die eidgenössische Staatsbürgerschaft und startete ab der Saison 2004/05 für das Nachbarland. Mit Erfolg. Zwei nationalen Meistertiteln folgte die Nominierung für die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin. Möllinger erreichte jeweils Platz 13 in den Einzelwettbewerben, ehe ihn eine schwere Knieverletzung im Alter von 27 Jahren zum Rücktritt zwang.
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(mit SID)
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