Olympia 2026 - Sprünge, Tore, Pirouetten: Die acht Hingucker der olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina

Von Speed Queen Lindsey Vonn über schwindelerregende Premieren bis zum großen Eishockey-Finale in Mailand: Diese olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina erzählen ihre Dramen zwischen Comebacks, Rekordjagden und historischen Momenten. Acht Wettbewerbe stechen heraus - weil sie alles vereinen, was Olympia ausmacht: Mut, Mythos, Tränen, Dramen und die Chance, Sportgeschichte zu schreiben.

Vonn strebt trotz schwerer Verletzung Medaille in der Abfahrt an

Quelle: Eurosport

Von märchenhaften Comebacks über drohende Abschiede bis hin zu sportlichen Grenzverschiebungen.
Diese olympischen Winterspiele liefern schon vor dem ersten Startschuss Stoff für große Geschichten.
Legenden kämpfen gegen die Zeit und den eigenen Körper, Wunderkinder jagen Rekorde, neue Disziplinen feiern Premiere – und ganze Sportarten stehen vor einer ungewissen Zukunft.
Ein Streifzug durch jene Entscheidungen, die das Zeug haben, unvergesslich zu werden.
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SKI ALPIN: Frauen-Abfahrt (8. Februar)

Als wäre das Comeback von Lindsey Vonn im Alter von 41 Jahren und mit Teilprothese im Knie mit Siegen im Weltcup nicht schon spektakulär genug verlaufen, könnte es nun wirklich kitschig werden: Bei der Olympia-Generalprobe am vergangenen Samstag in Crans-Montana hat sich die Speed Queen einen Kreuzbandriss zugezogen, wie sie am Dienstag offenbarte.
Starten will sie am Sonntag auf ihrer Lieblingsstrecke in Cortina trotzdem - und dabei nicht nur mitfahren. "Ich fühle mich besser als 2019 bei der WM, und da hatte ich keinen Kreuzbandriss", sagte sie bei einer Pressekonferenz vor XXL-Medienaufgebot: "Mit dieser Verletzung habe ich trotzdem Selbstvertrauen." Unschlagbar wäre aber auch eine gesunde Vonn nicht gewesen, auch Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann waren in diesem Winter schon schneller.
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Sensation mit Kreuzbandriss? Lindsey Vonn will angreifen.

Fotocredit: Getty Images

EISKUNSTLAUF: Einzel Männer (10./13. Februar)

Ilia Malinin verschiebt mit seinen Flugshows regelmäßig die Grenzen, ist seit zwei Jahren ungeschlagen - der wichtigste Titel fehlt dem "Vierfach-Gott" aber noch. Alles andere als ein überlegener Triumph des US-Wunderkinds mit sowjetischen Wurzeln in der Milano Ice Skating Arena wäre eine Sensation.
Bei seiner Weltrekord-Kür Anfang Dezember stand der 21-Jährige wahnsinnige sieben Vierfachsprünge, sah aber noch Luft nach oben. Bis Olympia werde er "alles perfektionieren", um auf der größtmöglichen Bühne auch den Gesamt-Weltrekord seines Landsmanns Nathan Chen (335,30 Punkte) pulverisieren zu können.

SKISPRINGEN: Einzel Großschanze (14./15. Februar)

Wer stoppt Domen Prevc? Der Slowene kann Historisches schaffen und innerhalb von zwölf Monaten die fünf wichtigsten Einzeltitel der Skisprung-Welt (WM, Olympia, Tournee, Gesamtweltcup und Flug-WM) holen. Olympia-Gold wäre Nummer vier, die Weltcup-Kugel ist danach nur noch Formsache. Und ganz nebenbei: Nur einen Tag später kann auch seine Schwester Nika Prevc Gold vom großen Bakken holen.
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Domen Prevc reist mit der Vierschanzentournee im Gepäck zu Olympia.

Fotocredit: Getty Images

EISSCHNELLLAUF: Einzel Männer, 1500 m (19. Februar)

Dominator gegen Rising Star? Jordan Stolz scheint unschlagbar, der 21 Jahre alte US-Wunderläufer hat in dieser Saison jedes Weltcup-Rennen über die 1500 m gewonnen. Ausgerechnet ein deutscher Teenager könnte den Überflieger nun aber herausfordern: Finn Sonnekalb unterbot beim Weltcup-Auftakt den Junioren-Weltrekord von Stolz, ist in bestechender Form und heiß auf Überraschung. Olympia sei "ein komplett eigener Wettkampf", sagte Sonnekalb: "Ich mache mein Ding und gucke, wofür es reichen wird."

NORDISCHE KOMBINATION: Teamsprint (19. Februar)

"Unser Sport steht unter Beobachtung", sagt Vinzenz Geiger. Das gilt nicht zuletzt für den erstmals olympischen Teamsprint, der für die Kombinierer gleichzeitig ein Abschied für immer werden könnte. Denn in wenigen Monaten entscheidet sich, ob die traditionsreiche Sportart 2030 überhaupt noch zum olympischen Programm gehören wird - oder ob endlich auch die Frauen aufgenommen werden. Eines von beiden wird passieren.
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Droht das Olympia-Aus für Vinzenz Geiger und Co.?

Fotocredit: SID

SKIBERGSTEIGEN: Sprint der Frauen (19. Februar)

Ein steiler Anstieg mit Skiern, eine Tragepassage über eine Treppe, der blitzschnelle Wechsel der Steigfelle, eine rasante Abfahrt ins Ziel - und all das in nur rund dreieinhalb Minuten: In Bormio werden zum ersten Mal olympische Medaillen im Skibergsteigen vergeben. "Es ist für mich wirklich der tollste Sport", sagt Tatjana Paller. Ihr großer Traum bei der Premiere? "Natürlich eine Medaille." Im Sprint der Frauen hat die Deutsche Außenseiterchancen, auch im Mixed-Relay mit Partner Finn Hösch will sie vorne mitmischen.

BIATHLON: Massenstart der Frauen (21. Februar)

Das abschließende Rennen in Antholz verspricht größte Dramatik: 30 Athletinnen starten zeitgleich, 12,5 Kilometer sowie vier Schießeinlagen müssen absolviert werden. Wer behält im Duell Frau-gegen-Frau die Nerven? Für die deutsche Hoffnung Franziska Preuß könnte es das finale Olympia-Rennen ihrer Karriere werden - und damit auch die allerletzte Chance, sich eine Einzelmedaille bei Winterspielen zu sichern.
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Rösch exklusiv: "Das würde die Geschichte von Preuß rundmachen"

Quelle: Eurosport

EISHOCKEY: Männer-Finale (22. Februar)

Besser geht es nicht: Erstmals seit 2014 legt die NHL wieder eine Pause ein, um ihre Stars zu den Olympischen Spielen zu schicken. "Das wird wahrscheinlich für jeden Spieler das beste Eishockey sein, das er jemals gespielt hat. Zudem wird es das wohl so nie wieder geben", sagt der deutsche Nationaltorhüter Philipp Grubauer. Für die USA zählt nur Gold - und für Deutschland? 2018 hatte das DEB-Team sensationell Silber geholt, 2022 war schon vor dem Viertelfinale Schluss.
(SID)

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