"Alle Erfahrungen der vergangenen zwölf Monate zeigen, dass Sporttreiben in hoher Verantwortung und entsprechender Professionalität nicht dazu führt, dass irgendwelche Superspreading-Ereignisse entstehen", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes dem "Deutschlandfunk".
Zu den Vorfällen in Tosun und Budapest meinte Hörmann: "Alles, was aus den ersten Berichten und Voruntersuchungen erkennbar wird, deutet darauf hin, dass vor Ort in den beiden Fällen zum Teil verantwortungslos agiert wurde, dass beispielsweise hochrangige oder höchstrangige Funktionäre Foto-Einheiten absolviert haben, dass die Abstände zwischen den Sportlern und den Betreuern nicht ansatzweise so konzipiert waren, wie man das in Pandemiezeiten erwarten kann."
Auch die beiden deutschen Fechter, die positiv getestet wurden, sollten "nochmals selbstkritisch darüber nachdenken, ob tatsächlich alles dafür getan wurde, nicht infiziert zu werden." Die Säbelfechter hatten sich in Budapest nach eigener Aussage komplett abgeschottet, die Infektionen seien mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Fechtbahn passiert, sagte Teammitglied Max Hartung.
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