Ukraine zieht nach IOC-Beschluss pro Russland vor Sportgericht CAS - schleichende Rückkehr Russlands in den Weltsport

Die Ukraine will sich mit der schleichenden Rückkehr Russlands in den Weltsport nicht abfinden. Dementsprechend zieht die Nation nach der jüngsten Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Das IOC hatte Anfang Juli beschlossen, Russlands Nationales Olympisches Komitee (ROC) wieder zuzulassen.

Die Ukraine zieht nach einer IOC-Entscheidung pro Russland vor den CAS

Fotocredit: Getty Images

Zudem hob das IOC seine Empfehlungen zum Ausschluss russischer Sportlerinnen und Sportler an die Weltverbände weitgehend auf.
Die Ukraine argumentiert in ihrer Mitteilung am Mittwoch, die Entscheidung sei "voreilig und ohne angemessene Überprüfung getroffen worden, ob die Verstöße, die zur Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees geführt hatten, tatsächlich eingestellt sind." Das ROC war ausgeschlossen worden, nachdem es vier von Russland annektierte Gebiete in der Ukraine aufgenommen hatte. Laut IOC kontrolliere das ROC nun dort keine Regionalverbände mehr.
Das sieht die Ukraine grundlegend anders. Der ukrainische Sportminister Matwij Bidny hatte der Nachrichtenagentur AFP gesagt: "Die Ukraine liefert dem IOC regelmäßig Beweise dafür, dass Russland seine aktiven Operationen in unseren besetzten Gebieten fortsetzt." Er verwies auf die Integration lokaler Teams in russische Meisterschaften.
Die Entscheidung darüber, ob Russland 2028 in Los Angeles wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne starten darf, steht noch aus. Seit 2016 ist Russland als Nation von den Olympischen Spielen ausgeschlossen, zunächst wegen des Dopingskandals der Winterspiele in Sotschi 2014, zuletzt wegen des Einmarschs im Februar 2022 in die Ukraine. Obwohl der Krieg anhält, lockert das IOC nach und nach die Sanktionen. Russlands Verbündeten Belarus haben die Olympia-Organisatoren bereits im Mai wieder vollständig zugelassen.
(SID)
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Quelle: Eurosport


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