Mit ihrer Goldmedaille hatte Hiltrop die 17 Jahre andauernde Durststrecke der deutschen Para-Schützen beendet, dazu gewann sie noch Silber. Mit dem Weltrekord von 627,7 Ringen in der Qualifikation hatte sie auch in ihrem dritten Wettkampf Medaillenhoffnungen geschürt, konnte dann im Finale aber nicht ihre Leistung bestätigen. Am Sonntagmittag (13.00 Uhr MESZ) trägt die inkomplett querschnittsgelähmte Athletin des SV Lengers die deutsche Fahne bei der Abschlussfeier.
Während Bernhard Fendt (Ursberg) als Zwölfter das Finalticket knapp verpasste, scheiterte Elke Seeliger (Etzhorn) nach ihren Mobbingvorwürfen gegen Bundestrainer Rudolf Krenn auf Rang 45 deutlich. Die 49-Jährige hatte vor den Spielen im "Spiegel" erklärt, dass sie sich von Krenn "nicht weiter kaputtmachen" lasse.
Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) stellte sich daraufhin hinter den Bundestrainer und sprach ihm das Vertrauen aus. Seeliger wurde in Tokio von einem anderen Coach betreut.
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