WSOP Main Event 2026: Die Plätze am Final Table sind vergeben, Deutsche nicht dabei

Zwischenzeitlich wurde das Spiel sehr langsam, schließlich hatten alle dasselbe Ziel: den Final Table erreichen. Für die beiden Deutschen hat es in diesem Jahr nicht gereicht. Nach insgesamt zwölf Tagen Hochspannung werden die neun Finalisten vom US-Amerikaner Lucas Jumalon angeführt, der mit einem riesigen Vorsprung um den Titel kämpfen wird.

Lucas Jumalon WSOP26 Lennart Hennig

Fotocredit: Eurosport

Da waren’s nur noch Neun. Endlich steht die Besetzung des Final Tables im WSOP-Main Event 2026 fest. Nun folgt die wortwörtliche Ruhe vor dem Sturm, die Finalisten können knapp drei Wochen Kraft schöpfen, dann wird um den Titel gespielt.
Es hätte eine Story für die Titelseite werden können: Der Name Brunson im Finale, auf den Spuren seines Vaters, ein Sieg nach 50 Jahren – ganz wie beim NBA-Championship der New York Knicks. Doch es sollte nicht sein. Nach einem starken Triple stand Todd Brunson kurz davor, seinen Stack erneut mächtig aufzustocken, aber die Turn- und River-Karten spielten Malcolm Trayner den Vorteil zu und komplettierten dessen Hand zu einem Flush. Brunson verließ das Turnier auf Platz 20.
Nach dem Ausscheiden von Will Givens wurden die übrigen 18 Spieler an zwei Feature Tables zusammengesetzt.
Shaun Deeb zog kurz darauf als 15. von dannen und genoss sofort die Freiheit, wieder bei anderen Events an den Start zu gehen, um seinen Player-of-the-Year-Titel zu verteidigen. Nur Minuten nach seinem Bustout im Main Event war er schon auf den Teilnehmerlisten für die Events #95 und #97 der WSOP zu finden.
Hossein Ensan kann seinen Sieg von 2019 nicht wiederholen. Er beendete sein Main Event 2026 auf Platz 13. Mit Pik-Ass und Kreuz-Dame als Hole Cards hätte er ein Ass oder eine Dame auf dem Turn gebraucht, stattdessen kam der König, der das Paar (Pik-König, Kreuz-König) seines Gegners zu einem Drilling ergänzte; das Herz-Ass als River-Karte kam zu spät und reichte nicht aus. In seinem Abschiedsinterview betonte Ensan, was für ein Erfolg das Erreichen von Tag 8 an sich für ihn war, gerade bei einem Teilnehmerfeld von über 9.000 und einer so starken Konkurrenz.
Auch dem zweiten Deutschen im Feld, Tolga Karakaya, blieb ein Platz am Final Table verwehrt. Er spielte mit Kreuz-Ass und Herz-Zehn gegen den US-Amerikaner Jamie Shaevel mit Herz- und Pik-Bube. Der Flop brachte ihm zwar die Karo-Zehn ein, doch gegen das Paar seines Gegenspielers war dies nicht genug. So platzierte sich Karakaya als 11. und gewann 750.000 US-Dollar.
Hoch gepokert und tief gefallen – An Tag 7 krönte sich Malcolm Trayner noch zum Chipleader, an Tag 8 war ausgerechnet er der letzte Bustout, der es nicht an den Final Table schaffte.
Lucas Jumalon erreichte als erster einen neunstelligen Chip-Count und stürmte dem Rest des Feldes davon.
Letztendlich am Final Table (3. – 5. August) Platz nehmen dürfen, in absteigender Reihenfolge nach Chip-Count: Lucas Jumalon (194.000.000), Rami Hammoud (79.000.000), Jamie Shaevel (56.000.000), Greg Mueller (48.500.000), Michael Gagliano (46.500.000), Mario Boos (44.000.000), Lauri Saaskilahti (37.500.000), Han Feng (25.000.000) und Evagoras Evagorou (22.500.000).
Den ”August Nine” – in Anlehnung an die ”November Nine”, die Finalisten in den Jahren 2008 bis 2016 – ist ein Mindestgewinn von 1 Million US-Dollar sicher; dem Sieger winkt das große Geld von 10.000.000$, das Weltmeister-Bracelet und ein Titel für die Ewigkeit.
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