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Amstel Gold Race: Michael Valgren düpiert die starke Konkurrenz

Mit Video | Valgren krönt Flucht zum Sieg beim Amstel Gold Race
Von SID

15/04/2018 um 16:55Aktualisiert 16/04/2018 um 08:09

Michael Valgren (Astana) hat das Amstel Gold Race gewonnen. Der Däne setzte sich beim Ardennen-Klassiker über 263 Kilometern von Maastricht nach Berg en Terblijt in einer Ausreißergruppe vor Roman Kreuziger (Tschechien/Mitchelton-Scott) und Enrico Gasparotto (Italien/Bahrain-Merida) durch. Weltmeister Peter Sagan konnte am Ende mit den drei Fahrern vorne nicht mehr ganz mithalten.

Der dänische Radprofi Michael Valgren vom Team Astana hat das Amstel Gold Race gewonnen. Der 26-Jährige, zuletzt schon Vierter der Flandern-Rundfahrt, setzte sich nach 263 km im Sprint der 53. Auflage des Frühjahrs-Klassikers rund um Maastricht vor dem Tschechen Roman Kreuziger (Mitchelton-Scott) durch und feierte seinen größten Karriereerfolg.

Auf Platz drei kam in einem spannenden Rennen mit dem berühmten Cauberg als Höhepunkt der Italiener Enrico Gasparotto (Bahrain-Merida), der das Rennen bereits zwei Mal hatte gewinnen können.

Video - Valgren düpiert Konkurrenz im Finish des Amstel Gold Race

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Peter Sagan verpasst Doppelschlag

Der slowakische Topstar Peter Sagan vom deutschen Team Bora-hansgrohe wurde eine Woche nach seinem Sieg bei Paris-Roubaix Vierter und verpasste damit einen seltenen Doppelschlag.

Roubaix und Amstel in einer Saison haben bislang nur der große Belgier Eddy Merckx (1973), Frankreichs Ikone Bernard Hinault (1981) und der Niederländer Jan Raas (1982) gewonnen.

Video - Kleiner Vorteil?! Sagan kürzt in der Kurve ab

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Wieder nichts für Valverde

Fünfter wurde der Spanier Alejandro Valverde (Movistar), der weiterhin auf seinen ersten Sieg beim Amstel Gold Race warten muss.

Deutsche Profis konnten sich nicht im Vorderfeld platzieren. Bisherige deutsche Sieger beim Amstel Gold Race waren die Sprinter Olaf Ludwig (1992) und Erik Zabel (2000) sowie Stefan Schumacher (2007).

Video - Radwechsel bei Matthews: Hier muss der Australier die Siegchancen begraben

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Quick-Step geschlagen

Zu den Geschlagenen des Tages zählte auch das Quick-Step-Foors-Team um Titelverteidiger Philippe Gilbert. Der Belgier spielte im Finale keine Rolle und kam mit der zweiten Verfolgergruppe ins Ziel, bester Quick-Step-Fahrer war der Franzose Julian Alaphilippe, der hinter dem Belgier Tim Wellens (Lotto Soudal) Siebter wurde.

Der Däne Jakob Fuglsang rundete auf Rang acht den starken Astana-Auftritt ab. zu beeindrucken wusste auch der US-Amerikaner Lawson Craddock (EF-Drapac), der zunächst in der Ausreißergruppe des Tages dabei war und schließlich noch Rang neun belegte.

Das Amstel Gold Race markierte den Start in die Ardennen-Woche, die mit dem Fleche Wallone am Mittwoch fortgeführt wird. Den Schlusspunkt bildet am kommenden Sonntag Lüttich-Bastogne-Lüttich.

Endergebnis:

1. Michael Valgren (Astana)
2. Roman Kreuziger (Mitchelton-Scott)
3. Enrico Gasparotto (Bahrain-Merida)
4. Peter Sagan (Bora-hansgrohe)
5. Alejandro Valverde (Movistar)
6. Tim Wellens (Lotto Soudal)
7. Julian Alaphilippe (Quick-Step Floors)
8. Jakob Fuglsang (Astana)
9. Lawson Craddock (EF-Drapac)
10. Jelle Vanendert (Lotto Soudal)

Video - Kollision in der Kurve: Urán fällt zurück

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