Getty Images

Buchmann überzeugt beim Critérium: "Warum nicht auch bei der Tour?"

Buchmann überzeugt beim Critérium: "Warum nicht auch bei der Tour?"
Von Eurosport

17/06/2019 um 15:10Aktualisiert Vor 20 Stunden

Der deutsche Radprofi Emanuel Buchmann hat beim Critérium du Dauphiné überzeugt. Als nächstes wartet die Tour de France. Der 26-Jährige geht mit Selbstvertrauen in die große Frankreich-Rundfahrt. Der Sprung aufs Podium war eine schöne Bestätigung für die glänzende Verfassung des Ravensburgers. "Ich kann sehr zufrieden sein - vor allem im Hinblick auf die Tour", sagte Buchmann.

Auf den letzten Metern einer ohnehin beachtlichen Woche entwickelte Emanuel Buchmann kaum geahnte Fähigkeiten. Im Stile eines Sprinters jagte der deutsche Radprofi, der sich doch eigentlich auf den steilen Anstiegen der Berge am wohlsten fühlt, dem Ziel des Criterium du Dauphine in Champery entgegen.

Nächster Schritt bei Bora-hansgrohe

Buchmann, dessen Talent in den Bergen stets unbestritten war, scheint beim Team Bora-hansgrohe endlich den nächsten Schritt seiner Entwicklung zu vollziehen. Buchmann überzeugte besonders am fordernden Schlusswochenende mit einer offensiven und mutigen Fahrweise, die er in der Vergangenheit selten gezeigt hatte.

Auch im Einzelzeitfahren - eigentlich eine Schwäche Buchmanns - hat er sich deutlich verbessert. Rang fünf im Kampf gegen die Uhr auf der vierten Etappe war der eindeutige Beleg dafür. "Ich habe es nicht mehr wirklich trainiert, aber für einen Bergfahrer fühle ich auf dem Zeitfahrrad relativ wohl. Es war mein bestes Zeitfahren überhaupt", sagte Buchmann.

Buchmann im Höhentrainingslager vor Tour de France

Mit seinen Leistungen bei der Dauphiné knüpfte Buchmann an die bisher überzeugende Saison an. Unter anderem hatte er bei der Baskenland-Rundfahrt im April mit einem Etappenerfolg und dem dritten Gesamtrang geglänzt. Bei der Tour soll Buchmann als Führungspersönlichkeit der deutschen Bora-Mannschaft ein Top-10-Ergebnis anpeilen.

Zweifel daran hat er nicht. "Ich fahre mit ganz gutem Selbstvertrauen, warum soll ich das nicht auch bei der Tour machen? Ich sehe keinen Grund, warum es dort nicht klappen soll", sagte Buchmann, der eine Platzierung unter den besten Zehn als "vollkommen realistisch" bezeichnete.

Für Buchmann, der 2015 überraschend deutscher Meister wurde, steht nach der Dauphiné zunächst die Regeneration im Vordergrund. Dann will er in einem weiteren Höhentrainingslager im italienischen Livigno weiter an seiner Form feilen, ehe er zum Tour-Start nach Brüssel reist. "Mir tut die Höhe extrem gut, für mich ist es das Beste", sagte Buchmann.

(SID)

Video - Strömender Regen: Poels zieht im letzten Moment an Fuglsang vorbei

02:33
0
0