Deutschland-Tour - 3. Etappe: Deutsche verpassen Sieg in Eisenach

Der Däne Kasper Asgreen (Deceuninck-Quick Step) hat die anspruchsvollste Etappe der Deutschland Tour 2019 für sich entschieden. Asgreen setzte sich auf dem dritten Teilstück nach 189 km von Göttingen nach Eisenach am Fuße der Wartburg vor seinem belgischen Mitausreißer Jasper Stuyven (Trek-Segafredo) und Sonny Colbrelli (Italien/Bahrain-Merida) durch.

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Im Gesamtklassement übernahm Stuyven vor dem letzten Abschnitt am Sonntag mit 13 Sekunden Vorsprung auf Colbrelli die Führung. Der Norweger Alexander Kristoff (UAE Team Emirates), bisheriger Träger des Roten Trikots, fiel in der äußerst umkämpften Endphase der Etappe deutlich zurück.

Buchmanns Mut nicht belohnt

Emanuel Buchmann attackierte im Finale, auch Simon Geschke versuchte sein Glück - doch letztlich blieb den beiden deutschen Radprofis der Etappensieg in Eisenach verwehrt. Stattdessen holte sich der Däne Kasper Asgreen (Deceuninck-Quick Step) nach einem eindrucksvollen Angriff den begehrten Tagestriumph am Fuße der berühmten Wartburg vor seinem Mitausreißer Jasper Stuyven. Der Belgier durfte sich damit trösten, dass er das Rote Trikot des Gesamtführenden übernahm.
Noch auf den letzten beiden Kilometern der anspruchsvollsten Etappe der Deutschland Tour 2019 setzten Buchmann (Ravensburg/Bora-hansgrohe) und Geschke (Berlin/CCC Team) dem Spitzenduo energisch nach, kamen aber nicht mehr heran. "Ich hatte nicht mehr die Kraft um wegzufahren, aber ich habe es immerhin probiert", sagte Buchmann.
Mit 17 Sekunden Rückstand erreichten beide auf dem dritten Teilstück nach 189 km zeitgleich mit dem Tagesdritten Sonny Colbrelli (Italien/Bahrain-Merida) das Ziel, für eine Platzierung unter den besten Zehn reichte die Energie nicht mehr. "Ich war froh, dass ich in der Gruppe war, aber man kann nicht jede Attacke mitgehen", sagte Geschke.
Buchmann (Gesamt-13.) und Geschke (12.) sind vor dem vierten und letzten Abschnitt am Sonntag nach Erfurt die beiden verbliebenen deutschen Trümpfe auf ein Spitzenergebnis in der Gesamtwertung. "Ein Tagessieg ist mir mehr wert", sagte Geschke jedoch. Der Kölner Nils Politt verlor mehr als eine Minute und rutschte aus den Top-20 des Klassements heraus. Auch der bisherige Führende Alexander Kristoff (Norwegen/UAE Team Emirates) fiel in der äußerst umkämpften Endphase der Etappe deutlich zurück und verspielte seine Chancen.

Packendes Finale um Gesamtsieg

Stuyven dürfte sich auf der Schlussetappe durch den Thüringer Wald noch einiger Attacken erwehren müssen, bevor er womöglich als Nachfolger des slowenischen Vorjahressiegers Matej Mohoric feststeht. Auf den letzten 70 Kilometern des finalen Teilstücks in die thüringische Landeshauptstadt fehlen allerdings größere topographische Schwierigkeiten, was die Chancen des sprintstarken Profis aus der Mannschaft Trek-Segafredo erhöht.
Kristoff war nach der ersten Zieldurchfahrt in der Schlussrunde im Anstieg zum Vachaer Stein zurückgefallen und konnte den Anschluss nicht mehr herstellen. Buchmann und Geschke setzten alles auf die Karte Angriff im Wissen, dass beide im Sprint den Kürzeren ziehen würden. Bora hatte seine Taktik voll auf den Tour-de-France-Vierten ausgerichtet.
Der junge Deutsche Mika Heming (Stadtlohn/Team Dauner-Akkon) dürfte den Samstag so schnell nicht vergessen. Über lange Zeit fuhr der 19-Jährige in einer dreiköpfigen Ausreißergruppe an der Seite des französischen Publikumslieblings Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step), der bei der Tour de France über zwei Wochen das Gelbe Trikot getragen und seine Landsleute verzückt hatte.
Dritter im Bunde war der Däne Mads Pedersen (Trek-Segafredo), der 2018 Zweiter der Flandern-Rundfahrt war. Obwohl das Trio um Topstar Alaphilippe bis zu acht Minuten Vorsprung herausarbeitete, war das Unternehmen etwa 25 km vor dem Ziel vorbei. "Ich konnte es erst gar nicht glauben, das war wie im Traum", sagte Heming, nachdem er das Ziel mit fast 15 Minuten Rückstand erreichte.
(SID)
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