Deutschland Tour: Florian Lipowitz im Prolog klar geschlagen - Norweger gewinnt Auftakt im Zeitfahren in Essen

In seinem ersten Renneinsatz seit der Tour de France ist Florian Lipowitz beim Prolog der Deutschland Tour klar geschlagen worden. Beim Zeitfahren über 3,1 Kilometer in Essen belegte er den 36. Platz im extrem kurzen Kampf gegen die Uhr. Der Sieg ging in einem Sekundenkrimi an den Norweger Sören Waerenskjold 3:31 Minuten für den Kurs benötigte - ein Schnitt von 52,7 km/h.

Topfavorit Milan geschlagen: Packender Prolog in Essen

Quelle: Eurosport

"Drei Kilometer ist nicht so mein Ding, vor allem, wenn man länger kein Rennen gefahren ist. Aber ich habe es genossen, es waren super viele Fans da", sagte Lipowitz im "ZDF". Mit seinem Auftakt sei er "ganz zufrieden".
Waerenskjold geht damit im Blauen Trikot des Gesamtführenden in die erste Etappe am Donnerstag von Essen nach Herford. Der Abstand auf den Briten Samuel Watson im Kampf um den Sieg betrug nur eine halbe Sekunde. Auf Platz drei kam der Österreicher Marco Haller. Aufgrund des überwiegend flachen Terrains der Rundfahrt können für den Gesamtsieg wenige Sekunden den Unterschied machen.
Bester Deutscher war Marius Mayrhofer, der als 14. ebenso sechs Sekunden Rückstand hatte wie Nils Politt (16.) und Jannik Steimle (17.).
Dabei ist nicht zu erwarten, dass Lipowitz um den Sieg im Gesamtklassement mitfährt, da das Profil nicht dem im Hochgebirge starken Ulmer entspricht. Er selbst sieht die Deutschland Tour eher als "Training", auch weil er nach einer Urlaubspause am Gardasee nach der Frankreich-Rundfahrt zuletzt krankheitsbedingt kürzertreten musste. Mit seinem Start wolle er Fans und Team "etwas zurückgeben".
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Quelle: SID

Wærenskjold feierte seinen 16. Sieg als Profi, den vierten in diesem Jahr. "Der letzte in einem Prolog ist aber schon ein paar Jahre her", so der 25-Jährige. "Ich war ein wenig nervös und auch aufgeregt, denn um hier etwas zu erreichen, muss man die ganze Zeit Vollgas fahren. Entscheidend war aber auch, schnell aus den Kurven zu kommen - und ein gutes Warmup."
Favorisiert sind bei dem fünftägigen Event die Sprinter und Klassikerjäger. Fahrer wie der Italiener Jonathan Milan, der bei seiner Tour-Premiere zwei Tagessiege und den Gewinn des Grünen Trikots feierte, oder der belgische Top-Star Wout van Aert, zuletzt Gewinner der Tour-Schlussetappe in Paris, dürften eher um Siege streiten.

Deutschland Tour: Degenkolb gibt Comeback

Nach langer Pause gab auch John Degenkolb in Essen sein Comeback. Der Routinier war bei der Flandern-Rundfahrt Anfang April heftig zu Fall gekommen und erlitt dabei Frakturen an Schlüsselbein, Ellbogen und Handgelenk.
"Ich bin mega happy einfach. Auch wenn das sehr, sehr schmerzhaft war", sagte Degenkolb: "Der Blutgeschmack bleibt noch ein paar Minuten im Mund. Es tut so gut, wieder zurück zu sein und dabei zu sein."
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Degenkolb über Comeback nach Leidenszeit "unfassbar glücklich"

Quelle: SID

Am Donnerstag geht es für das Feld auf der ersten Etappe über 202,6 km und überwiegend flaches Terrain nach Herford. Der Teilabschnitt bietet den Sprintern um Milan, Phil Bauhaus und Pascal Ackermann die erste große Chance auf einen Etappensieg. Die Rundfahrt endet am Sonntag in Magdeburg.
(SID)
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Sturz bringt Sprinter um alle Chancen: Welsford am Boden

Quelle: Eurosport


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