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Die letzte Fahrt des "Pistoleros": Contador kündigt Abschied nach der Vuelta an
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Publiziert 07/08/2017 um 22:03 GMT+2 Uhr
Der spanische Radprofi Alberto Contador beendet nach der Vuelta seine Karriere. Das Fahrerfeld der Vuelta verspricht einen großen Abschied. Obwohl sein Talent nie außer Frage stand, bleibt sein Vermächtnis dennoch belastet. Dopingvorfälle überschatten seine große Karriere.
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Letzter Startschuss für den "Pistolero": Alberto Contador wird nach der Vuelta in seiner Heimat Spanien seine Karriere beenden. Damit verabschiedet sich der wohl talentierteste Fahrer seiner Generation in die Radsport-Rente, in Erinnerung bleiben wird der 34 Jahre alte Madrilene aufgrund einer Doping-Vergangenheit aber nicht nur wegen zahlreicher Erfolge.
"Ich habe mir das gründlich überlegt und nun diese Entscheidung getroffen. Einen schöneren Abschied kann ich mir nicht vorstellen", teilte Contador am Montag in einem Video auf der Social-Media-Plattform Instagram mit.
Ein letztes Mal wird sich der zweimalige Sieger der Tour de France ab dem 19. August in eine dreiwöchige Landesrundfahrt stürzen, 3324,1 km gilt es zwischen dem Start im südfranzösischen Nîmes und dem großen Finale in Madrid zu bewältigen.
Noch einmal auf großer Bühne
Die Schinderei in glühender Hitze und über neun Bergankünfte soll für den Mann mit dem unverkennbaren Wiegetritt zur Triumphfahrt werden. "Ich bin sicher, es werden drei wunderbare Wochen, in denen ich Eure Zuneigung genießen werde. Ich brenne auf den Start", sagte Contador.
Bei der 72. Vuelta bieten sich dem Kletter-Spezialisten zahlreiche Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Neben dem anspruchsvollen Kurs wartet auf ihn ein mit zahlreichen Top-Stars gespicktes Feld. Unter anderem haben sich der britische Tour-Sieger Chris Froome, der Italiener Fabio Aru und Frankreichs Hoffnungsträger Romain Bardet angekündigt.
Luca Guercilena, Manager bei Contadors Team Trek-Segafredo, würdigte Contador mit warmen Worten. "Es war eine Ehre, mit solch einem Champion zusammenzuarbeiten", sagte Guercilena. Man werde alles daran setzen, Contador bei der Vuelta einen würdigen Ausstand zu bereiten.
Verbindungen zu Dopingarzt Fuentes
Contadors Erfolgsliste ist lang und vielseitig. Neben seinen Erfolgen in Frankreich (2007, 2009) gewann er dreimal die Spanien-Rundfahrt (2008, 2012, 2014) und zweimal den Giro d'Italia (2008, 2015). Die Tour de France im Juli, bei der er früh stürzte und anschließend tapfer in den Bergen kämpfte, beendete er auf einem versöhnlichen neunten Rang.
Trotz seiner der umfangreichen Titelsammlung liegt auf Contadors Karriere ein Schatten. Während der Frankreich-Rundfahrt im Jahr 2010 wurde er positiv auf die verbotene Substanz Clenbuterol getestet, es folgten juristische Auseinandersetzungen, in denen Contador seinen Befund mit kontaminiertem Fleisch begründete.
Seine Verteidigungsstrategie lief letztlich ins Leere, der Internationale Sportgerichtshof CAS sprach Anfang 2012 eine für ihn folgenreiche zweijährige Sperre aus. Das Urteil kostete ihn neben dem Tour-Sieg 2010 auch den Triumph beim Giro 2011. Darüber hinaus wurde der Iberer immer wieder mit dem spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes in Verbindung gebracht.
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