Eschborn - Frankfurt: Jasper Philipsen triumphiert - Degenkolb im Sprint nur knapp geschlagen

Jasper Philipsen (Alpecin – Fenix) hat die 60. Auflage von Eschborn-Frankfurt gewonnen. Der 23-jährige Belgier entschied den hessischen Klassiker nach 187,5 Kilometern in einem engen Sprint vor der Alten Oper vor dem Oberurseler John Degenkolb (Lotto Soudal) für sich. Dritter wurde der Norweger Alexander Kristoff (UAE Team Emirates), der das Rennen bereits viermal hatte gewinnen können.

Jasper Philipsen gewinnt in Frankfurt

Fotocredit: Getty Images

John Degenkolb konnte seine Tränen nicht zurückhalten, die Enttäuschung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Der deutsche Radprofi war beim Heimspiel Eschborn-Frankfurt nur knapp am Sieg vorbeigesprintet. Der 32-Jährige vom Team Lotto-Soudal belegte am Sonntag bei der 60. Ausgabe des deutschen Radklassikers hinter dem Belgier Jasper Philipsen (Alpecin-Fenix) den zweiten Platz.
"Ich bin Rennfahrer durch und durch. Wenn man so nah dran ist, sein Heimrennen nach zehn Jahren wieder zu gewinnen, ist es gerechtfertigt, eine Träne zu verdrücken", sagte Degenkolb im "hr": "Der Druck war groß. Es dann eben doch allen bewiesen zu haben, dass ich es noch drauf habe, bei so einem harten Rennen mitzusprinten, ist aller Ehren wert."
Dritter wurde der viermalige Frankfurt-Sieger Alexander Kristoff (Norwegen/UAE Team Emirates). Pascal Ackermann (Kandel/Bora-hansgrohe), Sieger von 2019, wurde Fünfter.
Degenkolb, 2011 Sieger am Main, eröffnete im Finale den Sprint und fuhr lange im Wind. An seinem Hinterrad lauerte Philipsen, der sich vorbeischob und nach 187,4 Kilometern letztlich souverän gewann. Der Deutsche hatte dem Rennen hochmotiviert entgegengefiebert. "Das ist ein Tag, auf den ich mich immer wieder freue", hatte er gesagt: "Wenn Du weißt, dass es bei Dir zu Hause vorbeigeht, wird extra Energie freigesetzt - da geht schon mal mehr."
picture

Philipsen hat das beste Finish - Degenkolb geht die Puste aus

Quelle: Eurosport

Alle Ausreißversuche scheiterten

Eine fünfköpfige Fluchtgruppe ohne deutsche Beteiligung bestimmte das Geschehen in der Anfangsphase. Eine Chance auf den Sieg bestand für die Ausreißer aber nicht. Auch spätere Attacken wie die von Georg Zimmermann (Augsburg/Intermarche-WantyGobert) verpufften. Die Entscheidung fiel im Massensprint.
13 Teams aus der WorldTour waren an den Start gegangen. Eine Woche vor dem WM-Straßenrennen in Belgien nutzen viele Fahrer den Taunus für einen letzten Härtetest. Der Rad-Klassiker war im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. In diesem Jahr konnte das Rennen deshalb nicht wie geplant am traditionellen Termin am 1. Mai stattfinden
(SID/ Radsport-news)
picture

Heikle Szene: Krankenwagen kreuzt Führungsduo

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung