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Rad-EM: Pascal Ackermann und Phil Bauhaus nehmen Gold ins Visier - Deutsche "ziehen an einem Strang"
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Publiziert 12/08/2022 um 13:06 GMT+2 Uhr
Bei der Heim-EM in München zählen Pascal Ackermann und Phil Bauhaus zu den Favoriten auf den Sieg im Straßenrennen. Doch einer der beiden Sprinter muss seine Ambitionen zurückstellen und seinem Partner den Vortritt lassen. Für Probleme sorgt dieser Umstand aber nicht. Über die 207 Kilometer wollen die Mannschaftskollegen an einem Strang ziehen und den Gold-Coup gemeinsam ins Visier nehmen.
Pascal Ackermann will bei der Heim-EM in München hoch hinaus
Fotocredit: Imago
Teilen, das wissen Pascal Ackermann und Phil Bauhaus ganz genau, können sie sich Trikot und Titel nicht.
Am Sonntag (ab 10:15 Uhr) wird auf dem Münchner Odeonsplatz der neue Straßenrad-Europameister gekürt - und zwei der derzeit besten deutschen Sprinter eint der Traum vom großen Coup bei der Heim-EM.
Das Können dafür ist gleichermaßen vorhanden, auch die Form stimmt bei beiden.
Zuletzt feierten Ackermann, der beim Pogacar-Team UAE Emirates unter Vertrag steht, sowie Bauhaus (Bahrain Victorious) Etappensiege bei der Polen-Rundfahrt. Das Selbstvertrauen ist groß, das Konfliktpotenzial scheint es daher auch zu sein. Droht im deutschen Team der große Knall?
Ackermann und Bauhaus "ziehen an einem Strang"
Mitnichten. Da sind sich Ackermann und Bauhaus bei allem Ehrgeiz einig. "Wir haben 207 Kilometer Zeit, im Rennen darüber zu sprechen, was sein könnte und wer sich wie fühlt", sagte Ackermann: "Wir werden uns definitiv einig, wie wir es machen und auf die beste Karte setzen."
Bauhaus, der seinen ersten Einsatz im Nationaltrikot als Profi hat, betonte: "Wir können nur als Mannschaft um den Sieg fahren. Wir ziehen an einem Strang."
Das wird für das achtköpfige Aufgebot des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), in dem zudem Fahrer wie John Degenkolb, Nils Politt oder Roger Kluge stehen, auch nötig sein. Denn das Feld ist namhaft besetzt. Europas Sprintelite hat sich angekündigt.
Die Tour-Etappensieger Fabio Jakobsen (Niederlande), Arnaud Demare (Frankreich), Alexander Kristoff (Norwegen) oder Tim Merlier (Belgien) stehen am Start, auch Ex-Weltmeister Mads Pedersen (Dänemark) kämpft um das begehrte weiße Jersey mit den blauen Querstreifen.
Massensprint bahnt sich an
Dass es zum Massensprint kommt, gilt deshalb als ausgemacht. Der Kurs von Murnau am Staffelsee in die Münchner Innenstadt, wo ein 12,9 km langer Rundkurs fünf Mal befahren wird, bietet schließlich kaum nennenswerte Schwierigkeiten.
"Wenn es einige Nationen auf einen Sprint ankommen lassen wollen, wird es sehr schwer für andere. Es gibt wenig Chancen für Ausreißergruppen", sagte der Sportliche Leiter Jens Zemke, der sein Team angesichts der fehlenden Funkverbindung mit einer "klaren Marschrichtung" ins Rennen schicken will.
Pascal Ackermann oder Phil Bauhaus? Die Entscheidung fällt spätestens auf der Strecke. "Wir werden eine gute Lösung finden", sagte Bauhaus.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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