Rad-EM: Blutiger Sturz von Stefan Küng im Einzelzeitfahren - Schweizer erleidet Gehirnerschütterung und mehrere Brüche

Stefan Küng hat sich bei seinem üblen Sturz im EM-Einzelzeitfahren mehrere Brüche zugezogen. Wie der Schweizer Verband am späten Mittwochabend bekannt gab, wurden bei der Untersuchung des 29-Jährigen eine Gehirnerschütterung sowie ein Jochbeinbruch und Frakturen an der Hand diagnostiziert. Es gehe dem Groupama-Profi "angesichts der Umstände okay", schrieb Swiss Cycling auf Instagram.

Sturz ins Absperrgitter bringt Küng um Medaille im Zeitfahren

Quelle: Eurosport

Küng war im Finale des Rennens auf Medaillenkurs liegend mit seiner Zeitfahr-Spezialmaschine ins Absperrgitter gestürzt.
Der Schweizer setzte das Rennen umgehend fort und erreichte das Ziel sogar noch als Elfter mit weniger als einer Minute Rückstand auf den Sieger, doch er bot dabei einen schockierenden Anblick: Sein Gesicht war blutüberströmt, der Rennanzug an den Armen teils blutdurchtränkt.
Sein Helm war völlig demoliert und ließ erkennen, wie massiv der Aufprall auf dem Asphalt gewesen war und welches Glück Küng hatte, dass seit einigen Jahren laut Reglement die Spezialhelme im Kampf gegen die Uhr neben idealer Aerodynamik auch echten Schutz vor Verletzungen bieten müssen.
Am Donnerstag gab sein Team Groupama-FDJ bei "X" (vormals "Twitter") bekannt, dass Küng nicht wie geplant in der Mixed-Staffel für das Schweizer Team an den Start gehen werde. Stattdessen beendet der 29-Jährige vorzeitig seine Saison. Bei der WM im August hatten die Eidgenossen Gold in dieser Disziplin gewonnen.
Eine Operation sei nach Angaben von Groupama-FDJ nicht notwendig, allerdings müsse Küng noch zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Am Donnerstagabend darf er aber aller Voraussicht nach wieder nach Hause.

Ex-UCI-Chef fordert Konsequenzen

"Was für ein Kämpfer, trotz eines schweren Sturzes kommt Stefan Küng über die Ziellinie. Wir wünschen ihm schnelle Genesung", so Swiss Cycling.
Etwas schärfere Töne schlug dagegen der frühere UCI-Chef Brian Cookson an, der den Fahrstil von Küng kritisierte und in diesem Zusammenhang den Weltverband zum Handeln aufforderte.
"Der verrückte Trend, beim Zeitfahren mit dem Kopf nach unten zu fahren, hat wieder zugeschlagen. Die UCI muss wirklich die Regeln prüfen, um das zu stoppen", schrieb der 72-Jährige bei "X" (vormals "Twitter").
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Der zerstörte Helm von Stefan Küng nach dem EM-Einzelzeitfahren

Fotocredit: Imago

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Swiss Cycling gibt via Instagram ein Update zu Stefan Küng - @swisscyclingteam

Fotocredit: Instagram

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Quelle: Eurosport

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