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Eurosport trauert um Guillaume Di Grazia: Französischer Radsportkommentator verstorben
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Update 13/10/2025 um 08:27 GMT+2 Uhr
Eurosport trauert um Guillaume Di Grazia: Der französische Radsportkommentator ist am Dienstag im Alter von 52 Jahren verstorben. 26 Jahre lang war er Teil der Eurosport-Redaktion in Paris und prägte als herausragender Journalist die Geschichte des Senders nachhaltig mit seiner Leidenschaft, Vision und Kreativität.
Guillaume Di Grazia
Fotocredit: Eurosport
Géraldine Pons, Redaktionsdirektorin von Eurosport Frankreich, erinnert an Guillaume Di Grazia:
"Du wirst sehen - eines Tages wird dieser kleine Junge Olympiasieger sein!" Guillaume Di Grazia hatte immer den Blick des Visionärs und so sah er in einem Nachwuchstalent aus Bois-d'Amont schon früh den späteren Champion: Vier Jahre danach wurde jener Junge, Jason Lamy-Chappuis, in Vancouver Olympiasieger in der Nordischen Kombination.
So war Guillaume, mit seinem Instinkt spürte er Dinge lange vor anderen, sah Tendenzen und Entwicklungen. Seine Kreativität, gepaart mit enormer Professionalität, machte aus ihm einen herausragenden Journalisten.
Wer außer ihm hätte die Idee einer Sendung in Schwarz-weiß inmitten der bunten Farbenwelt des Fernsehens gehabt? Eine riskante Wette, die aufging - dank Guillaume. Die Rugby-Sendung "Les Tontons Flankers" war nur der Anfang, der Radsport-Talk "Rois de la Pédale" wurde zur Referenz weit über die Szene hinaus: Aus einer einfachen Gesprächsrunde wurde eine Sendung, die für alle Fans Pflichtprogramm war, geprägt von seinen Formulierungen und dem Zusammenspiel mit seinen Partnern und Gästen.
Guillaume hat 26 Jahre seines Lebens bei Eurosport verbracht. Als Absolvent der Pariser Journalistenschule ESJ kam er zu den Olympischen Spielen von Sydney 2000 in die Redaktion. Schnell begann er, seine Leidenschaft als Kommentator auszuleben - im Fußball, Basketball, Nordischer Kombination, Skispringen und vor allem im Radsport. Rasch wurde er zu einer der bekanntesten Stimmen von Eurosport.
Sein Enthusiasmus, sein Stil und seine Begeisterung am Mikrofon haben die Radsportfans geprägt und er war teilweise so beliebt wie die Profis der Tour de France selbst.
Als Chefredakteur und späterer Redaktionsdirektor lag ihm die Förderung neuer Talente, insbesondere von Frauen, besonders am Herzen. Viele haben von seinen Ratschlägen und seiner Unterstützung profitiert, ebenso wie von seinem hohen professionellen Anspruch.
"Guigui", wie er in der Redaktion genannt wurde, war eine facettenreiche Persönlichkeit, und das nicht nur aufgrund seiner verschiedenfarbigen Augen, die ihn so besonders machten. Guillaume war stolz auf seine südfranzösischen Wurzeln in Montpellier: Jeder in der Redaktion kannte seine leidenschaftlichen Debatten über die Ergebnisse seines Lieblingsvereins Montpellier-Hérault.
Guillaume liebte den Sport und seinen Beruf, das Leben und seine Freunde und - mehr als alles, seine Tochter und seine Mutter.
Unser ganzes Mitgefühl gilt seinen Nächsten und allen, die ihn liebten.
Ciao Guillaume
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