Flandern-Rundfahrt: Peter Sagan findet Dominanz von Tadej Pogacar langweilig - Slowene Favorit bei nächstem Monument
Update 02/04/2026 um 19:24 GMT+2 Uhr
Geht es nach Peter Sagan, ist die UCI WorldTour zu klein für Tadej Pogacar. "Man sollte ihn einfach in einer eigenen Kategorie fahren lassen", meinte der siebenmalige Gewinner des Grünen Trikots bei der Tour de France im Interview mit "Het Nieuwsblad". Laut dem Slowaken wird dem Superstar im Dress von UAE Team Emirates-XRG auch bei der Flandern-Rundfahrt niemand das Wasser reichen können.
278 Kilometer, 22 Anstiege: Die Strecke der Ronde 2026
Quelle: Eurosport
"Wenn sie ihm nicht vor Sonntag die Beine abschneiden, wer soll ihn dann schlagen können?", fragte Sagan.
Die Überlegenheit von Pogacar sei ein zweischneidiges Schwert: Einerseits sorgt der viermalige Gesamtsieger für einzigartige Höhepunkte, andererseits "macht er den Radsport dadurch in gewisser Weise langweilig. Anders kann man es nicht sagen", so Sagan.
Um seine Ansicht zu unterstreichen, führte der 36-Jährige den jüngsten Triumph von Pogacar als Beispiel an. "Es gibt nur einen Grund, warum Mailand - Sanremo dieses Jahr interessant war: Weil er gestürzt ist und wir plötzlich einen großartigen Kampf bekommen haben", merkte er an.
Die Leichtigkeit, mit welcher Pogacar beim ersten Monument des Jahres selbst nach einem Sturz noch triumphierte, beeindruckte Sagan. "Manchmal hört man, dass Rennen kein PlayStation-Spiel seien. Nun ... Für Tadej ist es eines. Sogar noch einfacher als PlayStation."
Sagan über Pogacar: "Die Zeiten haben sich geändert"
Mit zwölf Etappensiegen bei der Tour de France sowie weiteren Triumphen bei der Flandern-Rundfahrt (2016), Paris-Roubaix (2018) oder Gent-Wevelgem (2013, 2016, 2018) feierte auch Sagan einst eindrucksvolle Erfolge.
Der dreimalige Straßenweltmeister fuhr seine Siege jedoch auf gänzlich andere Art ein als Pogacar heutzutage.
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Nur Minuten nach dem Sturz: Pogacar attackiert an der Cipressa
Quelle: Eurosport
"Tadej fährt schon 120 Kilometer davon", meinte Sagan. "Die Zeiten haben sich geändert. Ich war viel schlauer. Ich habe es geliebt, Rennen zu gewinnen, aber ich mochte es nicht, zu leiden. Wenn ich die Wahl hatte zwischen einem Angriff aus der Distanz oder noch 50 Kilometer im Feld zu bleiben und dann anzugreifen, habe ich Letzteres gewählt."
Am Ostersonntag könnte Pogacar bei der anstehenden Flandern-Rundfahrt - dem zweiten Monument des Jahres - seinen dritten Saisonsieg im dritten Rennen einfahren (ab 9:45 Uhr live im Stream bei HBO Max).
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Quelle: Eurosport
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