Florian Lipowitz über Vergleiche mit Jan Ullrich und das Duell mit Tadej Pogacar: "Hätte niemals damit gerechnet"

Florian Lipowitz ist spätestens seit seinem dritten Platz bei der Tour de France 2025 nicht nur Radsport-Fans hierzulande ein Begriff. Der 25-Jährige gilt als größtes Talent im deutschen Radsport seit Jan Ullrich, Vergleiche mit der Legende sind dem Schwaben aber unangenehm, wie er nun in einem Podcast verriet. Er sei "eine eigene Person" - die sich mit Größen wie Tadej Pogacar messen will.

"Nicht hoch genug einzuschätzen": Velo Club über Lipowitz' Podiumsplatz

Quelle: Eurosport

"Es ehrt einen, wenn da Vergleiche herangezogen werden", sagte Lipowitz im Podcast "Roadbike" über die obligatorischen Vergleiche zum einzigen deutschen Tour-de-France-Gewinner (1997). "Am Ende bin ich Florian Lipowitz. Deshalb will ich mich da auch nicht groß drauf fokussieren. Mich freut das natürlich, aber ich bin eine eigene Person."
Dass Lipowitz überhaupt mit Ullrich verglichen wird, ist in erster Linie seinem großen Erfolg in diesem Jahr geschuldet. Nicht nur bei der Frankreich-Rundfahrt, auch bei der Dauphiné-Rundfahrt und bei der Baskenland-Rundfahrt überzeugte der 25-Jährige aus Laichingen.
Dass er bei allen großen Rennen mit den Topstars Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard habe mithalten können, überraschte ihn selbst, gab Lipowitz nun zu: "Ich habe Pogacar und einen Vingegaard immer im Fernsehen verfolgt. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass ich selber da einmal mitfahren und in diese Regionen vorstoßen kann. Mein Trainer sagte, für ihn kam es nicht überraschend. Für mich aber sehr wohl."
Eine Kampfansage an die beiden besten Radfahrer der Welt wagte der Youngster allerdings nicht: "Vingegaard und Pogacar fahren nochmal auf einem anderen Level. Die zwei fahren ihr eigenes Rennen. Da ist es dann eher der Kampf um Rang drei."

Lipowitz will sich mit Pogacar messen: "Nehme das gerne wahr"

Trotz aller Dominanz vor allem des Slowenen wolle er dem Wettbewerb mit Pogacar aber nicht aus dem Weg gehen.
"Ich freue mich, wenn ich gegen ihn (Pogacar) Rennen fahren kann. Man will selber natürlich auch gute Ergebnisse einfahren, aber, wenn man die Chance hat, gegen den besten Fahrer der Welt zu fahren, dann nehme ich das gerne wahr", sagte Lipowitz und fügte hinzu: "Es gibt auch immer noch Platz zwei und drei, um die man kämpfen kann."
Und in Zukunft vielleicht ja sogar um den Sieg.
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Migels zu Lipowitz' Perspektiven: Das ändert sich mit Evenepoel

Quelle: Eurosport


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