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Geraint Thomas zu "100 Prozent" überzeugt: Top-Fahrer heute frei von Dopingmitteln
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Publiziert 03/11/2023 um 08:33 GMT+1 Uhr
Geraint Thomas hat sich zum Thema Doping im professionellen Radsport klar positioniert. Er glaube zu "100 Prozent", dass die heutigen Top-Fahrer frei von Doping sind und keine leistungssteigernden Substanzen zu sich nehmen. "Ich habe das Gefühl, dass sich der Sport weiterentwickelt und verändert hat, mit Ernährung und Training und einigen außergewöhnlichen Fahrern", sagte er dem "Guardian".
Vuelta a Espana : Interview of Geraint Thomas
Fotocredit: Eurosport
"Das ganze Peloton ist jetzt professioneller. Es sind 180 Leute am Start, die schnell fahren können, während es früher ein paar Leute gab, die nur zum Spaß fuhren und dafür bezahlt wurden", beschrieb der Waliser die Entwicklung des Radsports im Gespräch mit dem "Guardian" und verglich anschließend: "Zwischen dem Ersten und dem Letzten klaffte eine große Lücke, während es heute viel enger zugeht."
Der 37-Jährige ist froh, dass die großen Dopingsünder um Lance Armstrong zu ihrer Zeit beim Gebrauch von leistungssteigernden Mitteln letztlich erwischt wurde. "Was mir damals Hoffnung gab, war die Tatsache, dass sie erwischt wurden, also war es keine große Verschwörung", sagte er und ließ für Spekulationen über eigene Vergehen keinen Raum: "Ich habe die Dinge auf jeden Fall richtig gemacht."
Die Erfolge des in der Vergangenheit überaus erfolgreichen und umstrittenen Team Sky, für das Thomas von 2014 bis 2019 fuhr, wurden nun erneut von der Kontroverse um den ehemaligen Team-Arzt Richard Freeman überschattet.
Im August dieses Jahres wurde der ehemalige Chefarzt von Sky und British Cycling mit einer vierjährigen Sperre belegt. Er war zuvor bereits aus dem Ärzteregister gestrichen worden, weil ein Gericht entschied, dass er 2011 30 Beutel Testosteron an das "National Cycling Center" bestellt hatte.
Thomas über Freemann: "Habe gehört, dass er selbstmordgefährdet war"
"Ich habe mit ihm zusammengearbeitet, und ihm lagen immer die Interessen der Fahrer am Herzen, er war ein guter Kerl", sagte Thomas über den Mediziner: "Ich weiß nicht alles, was passiert ist, aber ich habe gehört, dass er selbstmordgefährdet war. Das ist natürlich sehr traurig."
Der ehemalige Sky-Chefarzt schaffte es im Juni 2011 unter anderem auch, eine Ausnahmegenehmigung für Bradley Wiggins zur Einnahme von Triamcinolon zu arrangieren. Das Medikament wirkt antiallergisch, entzündungshemmend und immunsuppressiv und wird zum Beispiel bei Asthma verschrieben. Wiggins weist bis heute jegliche Vorwürfe zurück.
"Bei der ganzen Brad-Sache (Bradley Wiggins, Anm. d. Red.) kann ich mir nicht ausmalen, dass das jemand tun würde, und damit riskiert, auf der falschen Seite des Dopings zu stehen. Aber mit Freeman ist es schwierig. Ich kann nur von meiner Seite aus sprechen, und er hat sich mir gegenüber immer korrekt verhalten", so Thomas.
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