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Die deutschen Giro-Starter
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Publiziert 07/05/2011 um 11:51 GMT+2 Uhr
Sechs deutsche Profis starten beim Giro d’Italia und jagen Etappensiege. Dazu kommen sieben Schweizer, zwei Luxemburger sowie ein Österreicher: Radsport News und eurosport.yahoo.de stellen Ihnen die deutschsprachigen Fahrer im Überblick vor:
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Fotocredit: Eurosport
Fabian Wegmann (Leopard-Trek / 30 Jahre / 3. Teilnahme): Ein Frühjahr ohne Sieg - das ist dem Freiburger auch schon lange nicht mehr passiert. Jetzt soll in Italien der Knoten platzen, bei seiner dritten Giro-Teilnahme will Wegmann endlich auch seinen ersten Etappenerfolg bei der zweitgrößten Rundfahrt des Rennkalenders feiern.
"Fabian weiß, wie man große Ausreißversuche überlebt. Er ist ein echter Kämpfer", sagte sein sportliche Leiter Luca Guercilena. Der zweifache Deutsche Meister dürfte auf den mittelschweren Etappen gute Chancen haben, auch wenn da die Konkurrenz besonders groß ist. Im Hochgebirge wird der 30-Jährige keine Rolle spielen, auch wenn er als bisher einziger deutscher Profi das Bergtrikot in Italien gewinnen konnte – und das gleich bei seinem Debüt im Jahr 2004.
Danilo Hondo (Lampre-ISD / 37 Jahre / 5. Teilnahme): Der in Ancona lebende Lausitzer hat neben Wegmann unter den deutschen Startern wohl die größten Aussichten auf einen Tagessieg. Dieser gelang Hondo vor zehn Jahren, als er noch zu Telekom-Zeiten, die 2. und 3. Etappe der Italien-Rundfahrt gewinnen konnte.
"Wenn eine Gelegenheit da ist, werde ich sie ergreifen", so der Wahlschweizer vor dem Giro. Er soll wie im Vorjahr auch diesmal vor allem seinem Kapitän Alessandro Petacchi die Sprints anziehen, doch Hondo hatte mit einem zweiten und einem dritten Platz beim Giro 2010 bewiesen, dass er auch auf eigene Rechnung fahren kann. Die beiden Lampre-Oldies werden den Giro wohl nicht bis zu Ende fahren, denn im Juli steht auch noch die Tour de France auf Petacchis und Hondos Programm.
Gerald Ciolek (Quick Step / 24 Jahre / 1. Teilnahme): In seinem belgischen Quick Step-Team ist der in der Schweiz lebende Pulheimer neben dem Italiener Francesco Chicchi die zweite Sprintoption. Nach seinem Wechsel in das westliche Nachbarland wartet Ciolek noch auf seinen ersten Sieg in diesem Jahr – und das, obwohl er schon eine ganze Reihe von Renntagen in den Beinen hat.
In den Massensprints hat der frühere U23-Weltmeister wohl kaum Siegchancen. Da könnte Ciolek, der in den vergangenen Jahren seine Bergqualitäten stetig verbessert hat, schon eher auf einer der langen und mittelschweren Etappen ein Spitzenergebnis einfahren.
Patrick Gretsch (HTC-Highroad / 24 Jahre/ 1. Teilnahme): Ausgerechnet bei der seit Jahren schwersten Ausgabe gibt der 24 Jahre alte Erfurter sein Giro-Debüt. "Erfahrungen sammeln und durchkommen", wird deshalb das Motto des Zweiten der Deutschen Zeitfahrmeisterschaften lauten. Gretsch tut gut daran, noch einige Körner für den letzten Tag zu sparen, denn auf dem flachen Rollerkurs von Mailand wird er in seiner Spezialdisziplin Zeitfahren vielleicht für eine Überraschung sorgen können. Vorausgesetzt, Gretsch übersteht die brutalen drei Wochen mit ihren 40.000 Höhenmetern.
Dominic Klemme (Leopard-Trek / 24 Jahre / 1. Teilnahme): Wie Gretsch steht der 24 Jahre alte Lemgoer vor seiner ersten Giro-Teilnahme. Und auch Klemme wird alles daransetzen, in Mailand anzukommen. Da Leopard-Trek ohne Ambitionen in der Gesamtwertung antritt, wird selbst der jüngste Fahrer im Aufgebot seine Freiheiten bekommen. Vielleicht gelingt Klemme ja ein Coup wie beim belgischen Eintagesrennen Le Samyn, wo er Anfang März nicht nur seinen ersten Profisieg feiern konnte, sondern dem mit Stars gespickten luxemburgischen Rennstall den ersten Erfolg der noch jungen Teamgeschichte bescherte.
Sebastian Lang (Omega Pharma-Lotto / 31 Jahre / 2. Teilnahme): Unauffällig, aber erneut effizient wird der Erfurter seine Arbeit als wichtiger Helfer und verlängerter Arm der Sportlichen Leitung beim belgischen Omega-Pharma-Lotto-Team verrichten. Lang gab erst 2010 im Alter von 30 Jahren sein Giro-Debüt und wurde damals Fünfter der 17. Etappe. Da auch sein Team ohne erklärten Kapitän antritt, wird sich Lang das eine oder andere Mal in Ausreißergruppen versuchen dürfen - und auch im Zeitfahren wird er zu beachten sein.
Die Schweizer:
Johan Tschopp (BMC / 28 Jahre / 6. Teilnahme): Mit seinem Sieg auf der schweren 20. Etappe des vergangenen Giro feierte der Walliser seinen bisher größten Erfolg als Profi. Im bisherigen Saisonverlauf hat der BMC-Neuzugang noch nicht viel gezeigt, vielleicht hat sich der 28-Jährige alle Körner für den Giro aufgehoben.
Mathias Frank (BMC / 24 Jahre / 1. Teilnahme): Der kletterstarke Roggliswiler steht vor seinem ersten Giro-Start. Auch wenn sich Frank in den Bergen wohl fühlt, dürfte der extrem schwere Parcours des diesjährigen Giro zu hart für den Gewinner des Bergtrikots der vergangenen Tour de Suisse sein.
Martin Kohler (BMC / 25 Jahre / 2. Teilnahme): In seinem vierten Jahr bei BMC wartet der 25-jährige aus Vilters noch auf seinen ersten Profisieg – unwahrscheinlich, dass ihm der bei seiner zweiten Giro-Teilnahme gelingt. Kohler wird im jungen BMC-Team vornehmlich Helferaufgeben übernehmen und den Sprung in Ausreißergruppen versuchen.
Danilo Wyss (BMC / 25 Jahre / 2. Teilnahme): Der ehemalige Schweizer Juniorenmeister hat seine Stärken eher auf flachem Terrain, so dass ihm der diesjährige Giro nicht sonderlich zusagen dürfte. Gemeinsam mit dem Norweger Alexander Kristoff bildet er bei BMC die schnelle Fraktion.
Simon Zahner (BMC / 28 Jahre / 1. Teilnahme): Der 28-Jährige ist erst seit einem Jahr Profi und feierte zuvor in erster Linie als Crosser Erfolge. So wurde Zahner vor sieben Jahren Schweizer Crossmeister und holte sich bei der WM 2005 in St. Wendel in der U23-Klasse die Bronzemedaille. Beim Giro wird er als Arbeitsbiene gebraucht, eine Aufgabe.
Oliver Zaugg (Leopard-Trek/29 Jahre / 4. Teilnahme): Neben dem Österreicher Thomas Rohregger und dem Franzosen Brice Feillu ist der kleine Schweizer der beste Kletterer unter den Leoparden. Zaugg zeigte zuletzt bei der Tour de Romandie eine ordentliche Leistung und wird sich vor allem auf den schweren Bergetappen ins Zeug legen. IHm ist ein Platz unter den Top 20 zuzutrauen.
Marcel Wyss (Geox-TMC/24 Jahre / 2. Teilnahme): Der Namensvetter von Danilo gilt als starker Bergfahrer und wird bei seinem zweiten Giro-Start in erster Linie im Hochgebirge Helferarbeit für seine beiden prominenten Kapitäne Denis Menchov und Carlos Sastre verrichten.
Die Luxemburger:
Laurent Didier (Saxo Bank-Sun Gard / 26 Jahre / 2. Teilnahme): Bei seinem Giro-Debüt im vergangenen Jahr war Didier eine der Überraschungen. Im Schatten seines Teamkollegen Richie Porte zeigte der Dippacher eine sehr solide Leistung. Diesmal wird der luxemburgische Vizemeister auf der Straße und im Zeitfahren den Giro ganz im Dienste des großen Favoriten Alberto Contador bestreiten.
Ben Gastauer (Ag2R / 23 Jahre / 1. Teilnahme): Der mehrmalige Luxemburgische Straßen- und Zeitfahrmeister der U23 wird bei seinem Giro-Debüt vor allem Helferaufgaben für die Routiniers John Gadret oder Rinaldo Nocentini erfüllen müssen. Sollte der Youngster in Mailand ankommen, dürfte er mit sich und der Welt im Reinen sein.
Der Österreicher:
Thomas Rohregger (Leopard-Trek/28 Jahre / 3. Teilnahme): Vor zwei Jahren beendete der Kletterspezialist den Giro auf Platz 28. Und auch im vergangenen Jahr zeigte Rohregger bis zum seinem Ausscheiden eine ordentliche Vorstellung in Italien. Bei seinem neuen Team wird sich der 28-Jährige auf seinem Lieblingsterrain, dem Hochgebirge, austoben können.
TV-Tipp:
Eurosport präsentiert mit dem Giro d’Italia das erste ganz große Rundfahrt-Highlight in ausführlichen Live-Übertragungen: Vom 7. Mai an sind wir drei Wochen lang bei allen Etappen im Kampf um das „maglia rosa“ LIVE mit dabei - selbstverständlich auch im Eurosport Player.
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