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Kiryienka gewinnt
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Publiziert 28/05/2011 um 18:59 GMT+2 Uhr
Der Weißrusse Vasili Kiryienka hat auf der 20. Etappe des Giro d'Italia zwischen Verbania und Sestriere die letzte Bergetappe für sich entschieden. Im Aufstieg zum Colle delle Finestre löste sich der Movistar-Profi aus einer Ausreißergruppe und fuhr danach zum Tagessieg.
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Alberto Contador ist der Gesamterfolg der Italien-Rundfahrt vor dem abschließenden Zeitfahren kaum noch zu nehmen. Der Spanier kontrollierte das Rennen in der Favoritengruppe und zeigte dabei keinerlei Schwächen. Vor dem Kampf gegen die Uhr in Mailand hat der Träger des "maglia rosa" einen Vorsprung von über fünf Minuten auf den Gesamtzweiten Michele Scarponi.
Als Zweiter fuhr der Venezolaner José Rujano (Androni) über den Zielstrich. Der Sieger auf dem Großglockner löste sich am Colle delle Finestre von den Favoriten und kam knapp fünf Minuten hinter Kiryienka ins Ziel. Dritter auf der letzten Alpenetappe wurde der Spanier Joaquin Rodriguez vom Team Katjuscha.
Scarponi macht Sekunden gut
Dahinter entbrannte im Schlussanstieg nach Sestriere (2. Kategorie) noch einmal der Kampf ums Podium. Scarponi attackierte kurz vor dem Ziel und schaffte es, einige Sekunden zwischen sich und Vincenzo Nibali, der als stärkerer Zeitfahrer gilt, zu bringen. Der Italiener vom Team Liquigas war bereits auf den letzten, nicht-asphaltierten Kilometern zum Colle delle Finestre zurückgefallen, schaffte in der Abfahrt aber wieder den Anschluss. Auch der Tscheche Roman Kreuziger war bereits ins Hintertreffen geraten, kam aber ebenfalls wieder zurück in die Gruppe der Favoriten. Doch auch der Träger des weißen Trikots verlor am Ende noch etwas Zeit.
Zunächst hatte eine 13-köpfige Spitzengruppe mit dem Deutschen Sebastian Lang vom Team Omega Pharma Lotto den Tag bestimmt. Nach 40 Kilometern setzte sich die Gruppe vom Peloton ab und fuhr einen Maximalvorsprung von etwas mehr als elf Minuten heraus. Das Team Ag2r verpasste den Sprung in die Fluchtgruppe und sorgte zusammen mit dem Team des Gesamtführenden Contador, Saxo Bank, für die Nachführarbeit. Schnell schmolz der Vorsprung der Ausreißer zusammen, und am Fuß des Anstiegs zum Colle delle Finestre waren nur noch sechs Minuten übrig.
Liquigas-Arbeit trägt keine Früchte
Dort setzte Stefano Pirazzi (Colnago) sofort die erste Attacke, die aber von Rujano gekontert wurde. Mit dem vierten Angriff löste sich Rujano von der Favoritengruppe, in der Liquigas das Zepter mit dem Polen Silvester Szmyd übernahm. Unter dem Tempodiktat des 33-Jährigen wurde die Gruppe immer kleiner, auch der Gesamtfünfte Kanstantin Sivtsov (HTC) und Kreuziger (Astana) konnten nicht mehr folgen.
Während die restlichen Mitglieder der Spitzengruppe nach und nach gestellt wurden, verlor Kiryienka bis zum Gipfel nur minimal von seinem Vorsprung. Durch eine wagemutige Abfahrt vergrößerte der Weißrusse den Abstand zu den Verfolgern sogar wieder. Im 16 Kilometer langen Anstieg nach Sestriere verlor Kiryienka zwar noch ein paar Sekunden, dennoch holte sich der 29-Jährige seinen zweiten Etappensieg bei einer Italien-Rundfahrt.
Video: Das Finale der 20. Etappe
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