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Giro d'Italia 2018: Nico Denz verpasst Sieg - Esteban Chaves fällt weit zurück
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Publiziert 15/05/2018 um 17:15 GMT+2 Uhr
Nico Denz hat den ersten deutschen Sieg beim Giro d'Italia 2018 ganz knapp verpasst. Der Profi vom französischen Team ag2r musste sich auf der 10. Etappe nach über sechs Stunden im Sprint eines Spitzen-Duos dem Slowenen Matej Mohoric geschlagen geben. Großer Verlierer der längsten Giro-Etappe war aber der Kolumbianer Esteban Chaves, der seinen zweiten Rang in der Gesamtwertung einbüßte.
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Knapp 20 Kilometer vor dem Ziel hatte der Südbadener Denz zu einem Führungsduo mit Mohoric und dem Italiener Davide Villella (Astana) aufgeschlossen. Villella fiel kurz darauf zurück, im Schlussspurt gegen den ein Jahr älteren Denz war Mohoric der etwas stärkere Fahrer.
"Ich dachte: jetzt oder nie"
"Er hat gezeigt, dass er stärker ist als ich", sagte Denz fair, "er verdient den Sieg." Er habe sich schon am Morgen wirklich "stark" gefühlt, fuhr der 24-Jährige fort, "ich wusste beim Briefing, dass ich es heute versuchen kann. Die Etappe war sehr schnell, ich dachte: jetzt oder nie."
Der Profi aus Waldshut-Tiengen feierte bei seinem ersten Giro mit Platz zwei auf der 10. Etappe den größten Erfolg seiner Karriere.
Dritter wurde im Sprint eines kleinen Feldes aus 59 Fahrern der Ire Sam Bennett vom Team Bora-hansgrohe, 34 Sekunden hinter dem Duo.
Tiefschlag für Chaves
Chaves verlor auf dem langen Teilstück über 244 Kilometer schnell mit einer größeren Gruppe am ersten längeren Berg den Anschluss. Trotz aller Arbeit seiner drei Teamkollegen und auch der Profis vom Rennstall Quick Step - deren Top-Sprinter Elia Viviani auch in dieser Gruppe lag - konnten die Lücke nicht mehr geschlossen werden.
Nachdem die Verfolger zwischenzeitlich bis auf rund 90 Sekunden an das Peloton herangekommen waren, verließen die Jäger die Kräfte. Sie gaben sich geschlagen und der Rückstand wuchs auf weit über zwanzig Minuten an, der zweite Gesamtrang von Chaves und alle Träume vom Giro-Sieg waren dahin - am Ende wurde er 135. der Etappe.
Tom Dumoulin (Sunweb) hatte auf den letzten 20 Kilometern im Regen noch einen Defekt zu verkraften, doch der Titelverteidiger aus den Niederlanden konnte den Anschluss zu den anderen Favoriten ohne große Mühe wiederherstellen.
Yates sammelt Sekunden
Spitzenreiter Simon Yates aus Großbritannien ließ es sich im Verlauf der Etappe nicht nehmen, einen der Zwischensprints zu gewinnen und zu sammeln, ebenso wie sein Rivale Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) aus Frankreich.
Chris Froome rückte durch den schwarzen Tag von Chaves wieder zurück in die Top Ten der Gesamtwertung. Der Kapitän von Team Sky liegt nun 2:30 Minuten hinter dem Rosa Trikot.
Tony Martin (Katusha-Alpecin) hatte auf dieser 10. Etappe auch sein Glück als Ausreißer, teilweise sogar als Solist, versucht - doch ihn ließ das Feld einmal mehr nicht ziehen. Martin kam schließlich in der großen Gruppe um Yates ins Ziel, zu der auch der deutsche Hoffnungsträger Maximilian Schachmann (Berlin/Quick-Step Floors) gehörte, der damit seine Top-20-Platzierung in der Gesamtwertung erfolgreich verteidigte.
Die elfte Etappe über 156 km zwischen Assisi und Osimo bietet einige kurze, aber knackige Anstiege. Gerade das Finale auf den letzten anderthalb Kilometern mit bis zu 16 Grad Steigung eignet sich für empfindliche Attacken. Die nächste klassische Hochgebirgsetappe findet erst am Samstag bei der Bergankunft auf dem Monte Zoncolan in den Karnischen Alpen statt.
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