Giro d'Italia: Ausreißer gewinnt Regenschlacht in Pantanis Heimat

Die 12. Etappe des Giro d'Italia wurde zu einer Regenschlacht rund um Cesenatico, bei der ein Südamerikaner zum Tagessieg stürmte. Nach 204 Kilometern jubelte der Ecuadorianer Jhonatan Narváez vom Team Ineos als Solist. Der 23-Jährige hatte sich aus einer großen Spitzengruppe absetzen können und hielt Mark Padun auf Distanz, der nach einem Defekt nur noch Platz zwei absichern konnte.

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Das Rosa Trikot bleibt auf den Schultern des Portugiesen Joao Almeida, der mit der Gruppe der anderen Favoriten das Ziel über acht Minuten nach dem Sieger erreichte. Nur 20 Fahrer erreichten das Ziel in dieser Gruppe, darunter auch der Österreicher Patrick Konrad vom Team Bora-hansgrohe als Siebter.
Arnaud Démare (Groupama - FDJ) verteidigte sein Maglia Ciclamino, Ruben Guerreiro (EF Pro Cycling) bleibt an der Spitze der Bergwertung. Almeida führt zudem unverändert die Nachwuchswertung an, Ineos Grenadiers steht an der Spitze der Teamwertung.
Die Etappe führte rund um den Heimatort von Marco Pantani über zahlreiche Anstiege und fünf Bergwertungen, bei hohem Tempo fiel das Feld im Laufe der anspruchsvollen Strecke komplett auseinander. Den über zehn Minuten großen Rückstand auf die Ausreißergruppe des Tages machten die Favoriten nicht mehr wett, doch etliche Topfahrer hatten bei Regen und Kälte mächtig zu kämpfen. Aus den bisherigen Top Ten der Gesamtwertung verlor der Österreicher Hermann Pernsteiner seinen zehnten Platz nach einem Defekt zu ungünstigem Zeitpunkt.
Narvaez widmete seinen Etappensieg dem am 3. März mit 40 Jahren verstorbenen Ineos-Sportdirektor Nicolas Portal. "Ich habe viel von ihm gelernt", sagte Narvaez, der mit den feuchten Bedingungen am Donnerstag sehr gut zurechtkam: "Heute bin ich mit dem richtigen Spirit aufgewacht und wollte der Hauptakteur dieser Etappe sein. Es ist kein Problem für mich, im Regen zu fahren, ich ziehe es sogar dem heißen Wetter vor."
Auf der 13. Etappe am Freitag haben auf flacherem Terrain wieder die Sprinter um Arnaud Dèmare und Peter Sagan ihre Chance, bevor am Wochenende die Favoriten im Kampf um das Podiumg efordert sein werden.
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