Ein Kurs, als wolle man sich in Neapel für Weltmeisterschaften bewerben: Das zweite Giro-Wochenende beginnt mit einer Etappe, die am selben Ort startet wie endet und dazwischen vier Runden auf einem Rundkurs über die Halbinsel von Bacoli am Kap Miseno aufweist.
Dieser Rundkurs beinhaltet mit dem Monte di Procida zwar auch eine zwei Kilometer lange 6-Prozent-Steigung – an der letzten Passage bei Kilometer 118 wartet hier der einzige Bergpreis des Tages (4. Kategorie).
Kämna verlor am Freitag die Führung in der Bergwertung an den Niederländer Koen Bouwman, der nun 25 Punkte Vorsprung in diesem Klassement hat. Kämna wird sich das Bergtrikot am Samstag nicht zurückholen können. Doch die Etappe dürfte tückischer werden, als man auf den ersten Blick erwarten könnte.
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"Das Profil ist nicht das große Problem. Die Richtungsänderungen und der Straßenzustand sind das Problem. Damit geht immer Stress und Hektik einher. Die körperlichen Ansprüche sind nicht dramatisch hoch, aber du musst mit dem Kopf immer dabei sein", erklärte Eurosport-Experte Rolf Aldag.

Das Profil der 8. Etappe des Giro d'Italia

Fotocredit: From Official Website

Cavendish mit guten Erinnerungen

Auf dem 19 Kilometer langen Rundkurs, der viermal durchfahren wird, geht es heftig bergauf. Möglicherweise wird es sogar Angriffe auf das Rosa Trikot geben. Lennard Kämna liegt weiterhin 38 Sekunden hinter dem Spanier Juan Pedro Lopez, mit dem er auf der 7. Etappe zeitgleich ins Ziel fuhr.
Das Finale am Yachthafen von Neapel ist derweil tricky. Dort geht es rund um die 1000-Meter-Marke erst 90 Grad nach links, dann komplett um einen Kreisverkehr herum und dann nochmal 90 Grad nach rechts, bevor die letzten 800 Meter in der Via Caracciolo schließlich geradeaus führen.
Einer der möglichen Protagonisten hat gute Erinnerungen an Neapel: Mark Cavendish gewann hier vor neun Jahren die Auftaktetappe des 96. Giro d'Italia und eroberte so zum vierten Mal in seiner Karriere das Maglia Rosa.
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