Giro d'Italia: Tadej Pogacar litt mit Jonas Vingegaard und Co. - Slowene blickt auf Horror-Sturz im Baskenland

Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) hat den Horror-Sturz auf der 4. Etappe der Baskenland-Rundfahrt glücklicherweise nicht am eigenen Leib erfahren - die Bilder haben sich dennoch ins Gedächtnis des Slowenen eingebrannt. "Wir sind verstummt", blickte Pogacar im exklusiven Interview mit Eurosport auf die horrenden Szenen in Nordspanien zurück und sprach von etwaigen Auswirkungen bei den Sturzopfern.

‘Never just one contender’ – Pogacar expects Thomas, O’Connor to rival him for pink at Giro d’Italia

Quelle: Eurosport

Jonas Vingegaard (Team Visma-Lease a Bike), Primoz Roglic (Bora-hansgrohe), Remco Evenepoel (Soudal Quick-Step) oder auch Pogacars Teamkollege Jay Vine - die Liste der Sturzopfer auf der 4. Etappe der Vuelta ciclista al País Vasco war äußerst prominent besetzt. In einer einzigen Kurve flogen gleich drei Favoriten auf den Gesamtsieg bei der diesjährigen Tour de France vom Rad und verletzten sich mitunter schwer.
"Die Etappe haben wir am Fernseher verfolgt. Wir sind verstummt, als der Sturz passierte", schilderte Pogacar im exklusiven Interview mit Eurosport. "Es sah grauenhaft aus."
In den ersten Momenten nach der verhängnisvollen Kettenreaktion herrschte am Unfallort Chaos. "Einige Fahrer bewegten sich für einige Minuten gar nicht. Jonas Vingegaard und Jay Vine zum Beispiel", erinnerte sich Pogacar zurück. "Jay konnte man in dem Graben überhaupt nicht sehen."
Neben etwaigen körperlichen Verletzungen seien laut dem 25-Jährigen aber auch seelische Narben bei den Betroffenen ein Thema. "Solche Stürze können in deinem Bewusstsein hängen bleiben. Das kann eine traumatische Erfahrung sein", hob Pogacar hervor.
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Schwerer Massensturz mit Vingegaard, Evenepoel, Roglic

Quelle: Eurosport

Pogacar: "Für Jonas war das ein sehr großer Rückschlag"

Gerade auf die Machtverhältnisse bei der Tour de France (29. Juni bis 21. Juli live und on-demand bei discovery+) hat der Massensturz im Baskenland wohl große Auswirkungen.
Während sich Pogacar nämlich mit seiner Teilnahme beim Giro d'Italia (4. bis 26. Mai live und on-demand bei discovery+) optimal auf die Jagd nach seinem dritten Gelben Trikot vorbereiten kann, befinden sich seine Konkurrenten Vingegaard, Roglic und Evenepoel noch auf dem Weg zurück in Form.
Vor allem Titelverteidiger Vingegaard hat es heftig erwischt. Der Däne erlitt eine Lungenprellung und einen Pneumothorax - zusätzlich zu einem Schlüsselbeinbruch und mehreren Rippenbrüchen. Seine Chancen auf einen erneuten Gesamtsieg bei der Tour sind deutlich geschrumpft.
"Für Jonas war das ein sehr großer Rückschlag", so Pogacar. Mit Blick auf die Tour-Vorbereitung befinde sich Vingegaard "zeitlich am Limit", schätzte Pogacar die Situation aus der Ferne ein. "Aber ich weiß nicht genau, wie er sich zurzeit erholt. Ich hoffe, dass es ihm gut geht und er schon bald wieder in seiner Bestform sein wird. Ganz ohne traumatische Folgen."
Seine Herangehensweise habe sich aufgrund der Bilder aus dem Baskenland und angesichts der geschwächten Konkurrenz nicht verändert. "Ich fokussiere mich weiterhin auf mich selbst und weiß, dass ich beim Giro ein sehr gutes Ergebnis einfahren muss. Danach erhole ich mich und muss für die Tour de France bereit sein, so wie in jedem anderen Jahr", führte Pogacar aus. "Das ist das allergrößte Rennen. In meinem Kopf werden die anderen auf ihrem gewohnten Niveau sein - oder vielleicht sogar besser."
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Entscheidung auf letzten Metern: Muzic lässt Vollering stehen

Quelle: Eurosport


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