Giro d'Italia: Belgier Jenthe Biermans stürzt auf 15. Etappe 30 Meter in eine Schlucht - "Ich hatte richtige Panik"
Update 20/05/2024 um 19:31 GMT+2 Uhr
Gefährliche Situation auf der Königsetappe des Giro d'Italia am Sonntag: Unbeobachtet von den Kameras ist der Belgier Jenthe Biermans (Arkéa-B&B) bei einer Abfahrt von der Fahrbahn abgekommen und 25 bis 30 Meter tief in eine Schlucht hinuntergerollt. Das Unglück ging allerdings glimpflich aus: Dank der Hilfe anderer Fahrer konnte Biermans gerettet werden und die Etappe fortsetzen.
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Quelle: Eurosport
Eigentlich stand die 15. Etappe ganz im Zeichen des überragenden Sieges von Tadej Pogacar, doch Jenthe Biermans Geschichte ist sicher die außergewöhnlichste des Tagesabschnitts. "Das war der schwerste Sturz meiner Karriere", sagte er dem belgischen Portal "sporza".
Der 28-Jährige befand sich in der Abfahrt vom Mortirolo-Pass, als das Unglück passierte: "Ich habe eine Kurve falsch eingeschätzt". Er rollte den Abhang hinunter und kam dann zum Stillstand. "Ich steckte mindestens 25 bis 30 Meter tief in einer Schlucht fest", erzählte Biermans.
"Ich war in Panik. Ich konnte mich nicht mehr bewegen", schilderte der Belgier weiter. "Vier Teams machten sich sofort auf die Suche nach mir. Weil ich meine Kommunikationsausrüstung verloren hatte, konnten sie mich nicht sofort finden."
Schließlich fanden sie ihn aber und halfen ihm hoch. "Ich will Gianni Meersman [Stellvertretender Sportlicher Leiter von Alpecin - Deceuninck] und den Leuten von Intermarché-Wanty danken", sagte der Fahrer von Arkéa - B&B.
"Wir haben uns Zeit gelassen – ich hatte Glück, dass ich vorher nicht in der letzten Gruppe war. Ich stieg wieder auf den Sattel und startete dann mit der letzten Gruppe neu. Dank der großen Unterstützung der anderen Jungs und meines Willens habe ich die Ziellinie überquert."
Glück im Unglück also für Biermans. Die Fortsetzung des Giros steht für ihn dennoch in Frage: "Jetzt werden wir einige Kontrollen durchführen und hoffen, dass es keine Brüche gibt. Die Hüfte, der untere Rücken und der Fuß sind in keinem guten Zustand."
Immerhin kann er sich am Montag aufgrund des Ruhetags von seinem Sturz und dem Schock erholen.
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