Giro d'Italia 2025: Georg Steinhauser greift wieder nach Etappensieg - Deutscher bekommt "eigene Chancen" trotz Team-Ambitionen mit Richard Carapaz
VonJan Zesewitz
Update 09/05/2025 um 18:33 GMT+2 Uhr
Georg Steinhauser steht nach seinem Etappensieg aus dem vergangenen Jahr zum zweiten Mal am Start des Giro d'Italia. Seine Mannschaft EF Education-EasyPost hat mit Richard Carapaz einen Kandidaten für die Gesamtwertung in den eigenen Reihen, aber der deutsche Hoffnungsträger setzt trotz einer komplizierten Vorbereitung auf eigene Chancen, wie er am Eurosport-Mikrofon verriet.
Steinhauser brennt auf Giro: "Bekomme meine eigenen Chancen"
Quelle: Eurosport
"Man muss ganz ehrlich sagen, dass die Vorbereitung nicht ideal lief – ich musste das Höhentrainingslager vorzeitig abbrechen und habe die Tour of the Alps wegen Knieproblemen verpasst", sagte er vor dem Start der Italien-Rundfahrt im albanischen Durres. Inzwischen kann der 23-Jährige Entwarnung geben: "Das habe ich mittlerweile wieder gut im Griff."
Steinhauser gewann im vergangenen Jahr als Ausreißer überraschend die 16. Etappe am Passo Brocon - vor keinem Geringeren als dem Dominator Tadej Pogacar. Eine Wiederholung würde sich der Bergspezialist natürlich ausdrücklich wünschen. Und er sollte Gelegenheiten dazu bekommen.
"Ich freue mich, dass wir mit Richy (Carapaz, Anm. d. Red.) jemanden haben, der in der Gesamtwertung ganz vorne reinfahren kann und da werde ich ihn so gut es geht unterstützen. Das Team hat mir aber auch gesagt, dass wenn meine Beine gut sind, ich auch meine Chancen bekomme", sagte Steinhauser gegenüber Eurosport.
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Papa in Tränen: So erlebte Tobias Steinhauser den Sieg von Sohn Georg
Quelle: Eurosport
Der Etappensieg bei Giro war bisher sein einziger Triumph als Profi. In diesem Jahr nahm er bisher an den WorldTour-Rundfahrten UAE-Tour, Paris - Nizza und der Katalonien-Rundfahrt teil. Auch dabei konnte er sich teilweise schon vorne zeigen, einen "Überraschungscoup" wie im vergangenen Jahr wird es aber wohl nicht mehr geben: "Ich spüre selbst, dass etwas mehr Erwartungen auf meinen Schultern liegen, aber ich versuche, das so gut wie möglich zu ignorieren und mein eigenes Ding zu machen."
Fokus auf die anspruchsvolle dritte Woche
Steinhauser setzt seine Hoffnungen vor allem auf die anspruchsvollen Alpen-Etappen in der dritten Woche: "Ich kenne die Etappen noch nicht so gut, der Giro hat viele schöne Etappen, auch die Gravel-Etappe wird etwas Besonderes. Die letzte Woche, die zweite Hälfte in den Bergen ist wohl, was mir am besten liegt."
So hat es auch im vergangenen Jahr geklappt. Damals konnte sein Vater Tobias, selbst Ex-Profi, als Experte im Eurosport-Studio den Sieg seines Sohnes live verfolgen - und sorgte damit für unvergessliche Szenen.
Ob das wieder ein Ziel wäre? "Das wäre natürlich etwas Besonderes", sagte Steinhauser auf Nachfrage. "Mal sehen, ob es wieder klappt."
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Quelle: Eurosport
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