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Jonas Vingegaard vor Duell gegen Tadej Pogacar zuversichtlich: "Ich kann noch besser sein" - Start bei Giro möglich
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Publiziert 22/11/2024 um 16:48 GMT+1 Uhr
Bei der Tour de France 2024 hatte Jonas Vingegaard klar das Nachsehen gegenüber Tadej Pogacar. Der Däne befindet sich aktuell schon in der Vorbereitung auf sein großes Ziel für 2025: Den Slowenen bei der Tour zum dritten Mal zu schlagen. Der zweifache Toursieger geht zuversichtlich und angriffslustig in die kommende Saison - und schließt auch eine Teilnahme am Giro d'Italia nicht aus.
Vingegaard bleibt ein Champion: "Er wird wieder auf Augenhöhe sein"
Quelle: Eurosport
"Mit der Vorbereitung, die ich hatte, gibt mir das auch eine gewisse Motivation und den Glauben, dass ich bei der Tour besser sein kann", sagte Vingegaard im Interview mit dem dänischen Fernsehsender "TV 2". Durch seinen schweren Sturz bei der Baskenland-Rundfahrt Anfang April des vergangenen Jahres stand sogar die Teilnahme an der Tour lange Zeit nicht fest. Am Ende wurde er mit etwas mehr als sechs Minuten Rückstand auf Pogacar Zweiter.
"Natürlich habe ich dieses Jahr verloren, sodass nicht mehr das gleiche Selbstvertrauen da ist wie vorher, aber ich glaube immer noch, dass ich gewinnen kann", sagte er. "Ich denke, mit der richtigen Vorbereitung kann ich wirklich gut abschneiden und um den Sieg kämpfen."
Angesichts seiner schweren Verletzung und der dadurch verhagelten Vorbereitung war seine Leistung besser als von vielen erwartet. Er konnte Pogacar am Ende der 11. Etappe sogar im Sprint schlagen und einen emotionalen Etappensieg einfahren. Die Überlegenheit des Slowenen in der abgelaufenen Saison ist für den zweifachen Tour-Sieger Anlass und Motivation, um weiter an sich zu arbeiten.
"Ich war nicht so explosiv wie sonst, weil ich etwas Muskelmasse verloren habe", erklärte er den Leistungsunterschied bei der Tour 2024. "Dadurch konnte ich selbst bei den längeren Anstiegen nicht die gleiche Wattzahl fahren wie vor meinem Sturz. Da hat mir etwas gefehlt."
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Fotofinish der Topfavoriten: Vingegaard kocht Pogacar ab
Quelle: Eurosport
Vorbereitung auf 2025 hat schon begonnen
Um seinen "Rückstand" nach dem Sturz im vergangenen Jahr wieder aufzuholen, hat das Training mit seinem Team Visma-Lease a Bike schon begonnen.
"Ich kann natürlich keine dreimonatige Pause einlegen, also muss mich ranhalten und versuchen, die Lücke zu Pogacar zu schließen. Sowohl was die Muskelmasse angeht, als auch um mich zu verbessern und zu sehen, ob wir ihn nächstes Jahr herausfordern können", sagte der 28-Jährige.
Nach der Tour bestritt Vingegaard im vergangenen Jahr noch die Clasica San Sebastian (DNF) und die Polen-Rundfahrt, die er gewinnen konnte. Seine Saison endete schon Mitte August und damit rund zwei Monate vor seinem Konkurrenten.
Der Däne blickt zuversichtlich und angriffslustig in Richtung des fünften großen Duells in Frankreich mit seinem Rivalen: "Die Vorbereitung gibt mir auch eine gewisse Motivation und den Glauben, dass ich bei der Tour besser sein kann als in diesem Jahr."
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Tour de France 2025: Die Strecke der 21 Etappen bis nach Paris
Quelle: Eurosport
Giro-Tour-Double möglich
In dem Interview äußerte sich der zweimalige Gewinner der Tour de France zu einer Teilnahme am Giro, die für den Dänen Gerüchten zufolge auf dem Plan stehen soll.
"Ich habe an verschiedenen Stellen gelesen, dass ich den Giro fahre, also werde ich vielleicht den Giro fahren", sagte Vingegaard, um anzufügen: "Wir haben noch nichts entschieden. Das machen wir später."
Der diesjährige Tour-Zweite betonte jedoch, dass die Frankreich-Rundfahrt für ihn Priorität habe. "Wenn ich denke, dass das Double eine gute Vorbereitung (für die Tour, Anm. d. Red.) ist und ich eine Siegchance sehe, wäre es meiner Meinung nach großartig, den Giro zu fahren. Aber es sollte nicht auf Kosten des Tour-Sieges gehen."
Grundsätzlich sieht Vingegaard aber durchaus eine realistische Chance, Giro und Tour in einer Saison erfolgreich zu bestreiten und nannte seinen großen Konkurrenten Pogacar als Beispiel.
Der Slowene hatte als erster Fahrer seit Marco Pantani im Jahr 1998 das Double für sich entscheiden können – und das in überragender Manier. "Es ist klar, dass man Giro und Tour im selben Jahr fahren kann. Wir haben es bei Pogacar gesehen", sagte Vingegaard. "Das sollte aber nicht auf Kosten der Tour de France passieren."
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