Giro d'Italia 2025 Juan Ayuso klettert bei erster Bergankunft am stärksten, Primoz Roglic holt das Rosa Trikot
VonFelix Mattis
Update 16/05/2025 um 19:09 GMT+2 Uhr
Juan Ayuso (UAE-XRG) hat sich den Tagessieg bei der ersten Bergankunft der 108. Italien-Rundfahrt gesichert. Der Spanier gewann die 7. Etappe des Giro d'Italia in Tagliacozzo mit einem späten Angriff 500 Meter vor dem Ziel und brachte vier Sekunden Vorsprung auf Teamkollege Isaac del Toro sowie Egan Bernal (Ineos) und Primoz Roglic (Red Bull-Bora-hansgrohe) mit ins Ziel, der das Rosa Trikot holte.
Giro-Roundup: Ayuso nicht zu schlagen - Roglic schlüpft in Rosa
Quelle: Eurosport
Roglic führt den Giro nun mit vier Sekunden Vorsprung vor Ayuso an, der für seinen Tagessieg zehn Sekunden Zeitgutschrift erhielt.
Del Toro folgt mit neun Sekunden Rückstand auf Rang drei der Gesamtwertung vor Antonio Tiberi (Bahrain Victorious / + 0:27) und Max Poole (Picnic-PostNL / + 0:30).
"Es ist erst meine vierte Grand Tour. Bei meinen zwei Teilnahmen an der Vuelta kam ich schon oft nah dran und heute endlich den ersten Sieg bei einer Grand Tour und bei meinem ersten Giro d’Italia zu feiern, ist etwas sehr Besonderes und etwas, an das ich mich immer erinnern werde", freute sich Ayuso im Sieger-Interview.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/05/16/image-2f1fb44f-3b0b-4556-89cb-476b4bcd8457-85-2560-1440.jpeg)
Rolf Aldag zieht den Hut: "Das hat UAE taktisch gut gemacht"
Quelle: Eurosport
"Ich wusste, ich kann nur eine Attacke setzen und hätte nicht zwei oder drei fahren können. In solch explosiven Finalis hat man nur einen Schuss. Deshalb habe ich anderen zuerst den Vortritt gelassen und als ich dann gesehen habe, dass ich eine Lücke habe, habe ich Vollgas bis zum Ziel gegeben", so Ayuso weiter.
"Es war wichtig, heute nicht nur zu gewinnen, sondern auch mit einem guten Gefühl herauszugehen und die Zeit, die ich im Zeitfahren verloren habe, wieder aufzuholen. Das gibt mir sehr viel Selbstvertrauen für die kommenden Tage."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/05/16/image-3b8d2993-6086-47d0-8631-0ceb04b00c07-85-2560-1440.png)
Sekunden-Krimi um Rosa: Sieger Ayuso schrammt an Gesamtführung vorbei
Quelle: Eurosport
Mads Pedersen (Lidl-Trek), der bisher das Maglia Rosa schulterte, spannte sich auf dem Weg zur Bergankunft für Giulio Ciccone ein und leistete Führungsarbeit vor der Schlusssteigung, um dort dann auszuscheren und mit vielen Minuten Rückstand ins Ziel zu fahren.
Etappe 8 wird der Däne im Maglia Ciclamino des Punktbesten in Angriff nehmen. In der Sonderwertung führt er mit 141 Zählern weiter deutlich. Zweiter ist dort Alessandro Tonelli (Polti-VisitMalta), der aus der Ausreißergruppe auf Etappe 7 beide Zwischensprints gewann, mit 59 Punkten vor Olav Kooij (Visma-Lease a Bike / 55).
Das Bergtrikot trägt weiterhin Lorenzo Fortunato (XDS-Astana), der mit 58 Punkten deren acht vor Ayuso liegt. Das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers übernahm Ayuso mit fünf Sekunden Vorsprung vor Teamkollege Del Toro vom Tschechen Mathias Vacek (Lidl-Trek / + 0:33), der auf Rang fünf der Wertung abrutschte.
Red Bull lässt keinen UAE-Fahrer in die Ausreißergruppe
Da es direkt nach dem Start in Castel di Sangro für sieben Kilometer bergauf ging, wurde von Beginn an attackiert. Es dauerte aber bis über den Anstieg hinweg, bis sich eine Gruppe bildete, und so konnte sich Bergtrikotträger Fortunato den ersten Bergpreis noch aus dem Hauptfeld heraus sichern.
Danach dann attackierte Jay Vine (UAE-XRG) und kreierte eine Ausreißergruppe. Das gefiel Red Bull-Bora-hansgrohe aber nicht. Die deutsche Mannschaft gab mit Nico Denz und Daniel Felipe Martinez Vollgas, um die Ausreißer wieder einzuholen und erst als Vine sich dort zurückfallen ließ, durften seine sieben Begleiter ihren Vorsprung langsam weiter ausbauen.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/05/16/image-9263d45c-14a3-4efe-8447-1e24cd8a3e2f-85-2560-1440.jpeg)
Ab ins Gebüsch! Etappensieger Groves versteuert sich
Quelle: Eurosport
Das Septett um den Briten Paul Double (Jayco-AlUla), der vor der Etappe nur 1:23 Minuten Rückstand in der Gesamtwertung hatte, und Christian Scaroni (XDS-Astana) fuhr bis zu vier Minuten Vorsprung heraus. Doch Denz und Co. schienen stets alles unter Kontrolle zu haben.
Bardet und Gaudu mit langen Verfolgungsjagden nach Sturz
Rund 40 Kilometer vor Schluss kam es im Hauptfeld zu einem Sturz, durch den unter anderem Romain Bardet (Picnic-PostNL) und David Gaudu (Groupama-FDJ) zurückfielen. Bardet kam knapp 15 Kilometer später nach langer Verfolgungsjagd mit seinen Teamkollegen wieder ins Feld, Gaudu aber blutete an der Hand und geriet noch weiter ins Hintertreffen. Sein gesamtes Team ließ sich zu ihm zurückfallen und fuhr den 28-Jährigen 17 Kilometer vor Schluss ebenfalls wieder ins Feld.
Eingangs des Schlussanstiegs übernahmen die Ineos Grenadiers und anschließend Bahrain Victorious das Zepter im Hauptfeld und holten nach und nach die Ausreißer ein, die zu Beginn der Steigung noch gut eine Minute Vorsprung hatten. Zuletzt wurden Alessandro Tonelli (Polti-VisitMalta), Nicolas Prodhomme (Decathlon-AG2R), Manuele Tarozzi (Bardiani-CSF-Faizane) und Gianmarco Garofoli (Soudal-Quick-Step) fünf Kilometer vor dem Ziel gestellt.
Ciccone und Bernal attackieren vor Ayuso
Als es knapp drei Kilometer vor Schluss deutlich steiler wurde, wurde das Feld immer kleiner und UAE drückte aufs Tempo. 1,3 Kilometer vor Schluss lancierte Giulio Ciccone (Lidl-Trek) die erste Attacke, doch Egan Bernal (Ineos Grenadiers) schloss die Lücke sofort. Anschließend übernahm Thymen Arensman die Führungsarbeit und bereitete eine Attacke von Bernal vor, der 800 Meter vor Schluss beschleunigte.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/05/16/image-9c5c19b9-4971-4127-bd3b-0267f3936c4f-85-2560-1440.jpeg)
Roglic grinst Niederlage weg: "Manchmal siegst Du, manchmal nicht"
Quelle: Eurosport
Isaac del Toro (UAE-XRG) schloss die Lücke, bevor dann Ayuso gut 500 Meter vor dem Ziel zum Gegenangriff blies und sich entscheidend absetzte, um den Sieg einzufahren. Del Toro sicherte dahinter die Bonifikationen ab und wurde vor Bernal Zweiter, während Roglic als Vierter ins Ziel kam. Der Slowene hatte zuvor nach den Angriffen von Ciccone und Bernal kurzzeitig etwas Probleme gehabt und saß zu weit hinten, konnte auf den letzten 500 Metern aber nochmal aufrücken und Schadensbegrenzung betreiben, um sich das Rosa Trikot zu sichern.
Das könnte Dich auch interessieren: Hollmann erleidet Knochenbrüche und wird ausgeflogen
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/05/05/image-1ee4e5a8-ac73-470c-8299-34fddc4f7acd-85-2560-1440.png)
Giro-Strecke: Profil der 8. Etappe - schwere Berge in den Abruzzen
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Ergebnisse
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/sport/timejudgesports/competition/logo/300/20559.png)
7. Etappe | BergetappeCastel di Sangro → Tagliacozzo / 168 km
1
J. AyusoBeendet
Kommentar
Werbung
Werbung