Giro d'Italia 2025 - Luke Plapp fährt mit 46-Kilometer-Solo zum Etappensieg, Diego Ulissi holt das Rosa Trikot
VonFelix Mattis
Update 17/05/2025 um 19:25 GMT+2 Uhr
Luke Plapp hat sich in Castelraimondo den Sieg auf der 8. Etappe des Giro d'Italia 2025 gesichert. Der 24-jährige Australier feierte den bislang größten Erfolg seiner Straßenkarriere mit einem beeindruckenden 46-Kilometer-Solo und brachte 38 Sekunden Vorsprung auf seine einstigen Begleiter Wilco Kelderman und Diego Ulissi mit ins Ziel. Ulissi übernahm als Tagesdritter das Rosa Trikot.
Highlights: Führungswechsel im Rosa Trikot – Steinhauser belohnt sich nicht
Quelle: Eurosport
Primoz Roglic und das Team Red Bull-Bora-hansgrohe kontrollierten das Tempo im Hauptfeld so, dass der Abstand zur sehr spät entstandenen Ausreißergruppe des Tages nicht zu groß wurde, aber eben groß genug, um das Maglia Rosa und die damit verbundene Verantwortung abzugeben.
Roglic und Co. kamen schließlich mit 4:50 Minuten Rückstand in Castelraimondo an. Dort sprintete Juan Ayuso (UAE-XRG) dem Slowenen auf der Zielgeraden noch davon und nahm ihm eine Sekunde ab.
"Es ist verrückt, ich kann es noch nicht richtig glauben. Es fühlt sich an, als wäre es schon lange fällig gewesen. Ich habe es schon oft versucht und kam letztes Jahr beim Giro schon so nahe. Dass es heute funktioniert ist sehr besonders", freute sich Plapp über seinen ersten Sieg auf WorldTour-Level und erklärte sein Solo:
"Der Kampf um die Ausreißergruppe war unglaublich hart, ich habe es dann aber doch geschafft. Ich wusste, dass ich keinen der Ausreißer im Sprint besiegen kann und, dass ich früh gehen muss."
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Solist Plapp hängt Steinhauser und Co. ab – Roglic verliert Rosa
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Ulissi (XDS-Astana) führt den Giro nun mit zwölf Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Lorenzo Fortunato und 17 Sekunden vor Roglic an. Ayuso ist Gesamtvierter mit 20 Sekunden Rückstand vor seinem UAE-Teamkollegen Isaac Del Toro (+ 0:26).
Fortunato baute seine Führung in der Bergwertung aus und hat nun 98 Punkte auf dem Konto, Ayuso folgt mit 50 Zählern auf Rang zwei. Die Punktewertung führt weiterhin Mads Pedersen (Lidl-Trek) an, die Nachwuchswertung Ayuso.
Zur Ausreißergruppe des Tages gehörte auch Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost), der sich nach langem, harten Kampf um den Anschluss an Plapp, Ulissi und Kelderman (Visma-Lease a Bike) aber mit Rang acht begnügen musste.
80 Kilometer Kampf um die Spitzengruppe
Da schon vor dem Etappenstart klar zu sein schien, dass die Ausreißergruppe in Castelraimondo gute Chancen auf den Sieg haben würde, wurde von Beginn an von zahlreichen Fahrern attackiert und lange Zeit kam niemand richtig weg.
Zwar löste sich nach knapp zehn Kilometern ein Trio um Mads Pedersen (Lidl-Trek). Das aber hatte nie mehr als 20 Sekunden Vorsprung und wurde nach dem ersten Zwischensprint bei Kilometer 50, der an Pedersen ging, wieder gestellt.
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Analyse zur 8. Etappe: Roglic und Red Bull geben Rosa ab
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Erst nach mehr als 80 Kilometern entstand dann die zunächst rund 20-köpfige Ausreißergruppe des Tages um Steinhauser, die sich im Kategorie-1-Anstieg von Sassotetto nach und nach verkleinerte. Über die Kuppe attackierten Romain Bardet (Picnic-PostNL) und Bergtrikotträger Lorenzo Fortunato (XDS-Astana), der sich die 40 Bergpunkte sicherte, doch in der Abfahrt kamen die meisten anderen Ausreißer um Steinhauser wieder an das Duo heran.
Steinhauser immer mit ganz vorne dabei
Im Hauptfeld kontrollierte Red Bull-Bora-hansgrohe das Tempo und ließ die Spitzengruppe am Ende der Sassotetto-Abfahrt bis auf fünf Minuten enteilen. Die Ausreißer einzuholen und das Führungstrikot von Roglic zu verteidigen, stand offensichtlich nicht allzu weit oben auf der Prioritätenliste. Später im Rennen gab das deutsche Team die Führungsarbeit daher auch gerne an UAE ab.
Auf welligem Terrain nach der Abfahrt bildete sich an der Spitze durch eine Attacke von Luke Plapp (Jayco-AlUla) zunächst ein Trio mit Steinhauser und Igor Arrieta (UAE-XRG), das in der Folge nochmal auf sieben Mann anwuchs.
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Steinhauser: "Superhappy, dass ich die Beine wiedergefunden habe"
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52 Kilometer vor dem Ziel dann lösten sich Diego Ulissi (XDS-Astana) und Wilco Kelderman (Visma-Lease a Bike) aus diesem Septett und dahinter kämpften Arrieta, Plapp und Steinhauser um den Anschluss. Während Arrieta und Plapp diesen im Anstieg nach Montelago (3. Kat.) herstellen konnten, schaffte der Deutsche das knapp nicht und fuhr anschließend lange allein hinter dem Quartett her.
Plapp setzt zum Solo an und zieht durch
Den Montelago-Bergpreis sicherte sich Plapp mit einem Solo-Vorstoß und zog von da an allein durch. Mit einer Minute Vorsprung auf Arrieta, Kelderman und Ulissi erreichte der Australier die letzten zehn Kilometer, während Steinhauser im nächsten Quintett um Bardet und Fortunato nun 2:30 Minuten zurücklag.
Plapp büßte an den zwei kurzen Rampen vor Castelraimondo - darunter auch noch ein Bergpreis der 4. Kategorie in Gagliole - zwar nochmal einige Sekunden ein. Doch den Sieg ließ sich der 24-jährige, Australische Zeitfahrmeister nicht mehr nehmen.
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Große Vorschau aufs Schotterspektakel: Die 9. Etappe nach Siena
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L. PlappBeendet
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